Graubünden

    Brienz erhält Entwässerungsstollen für 40 Millionen Franken

    Keystone-SDA
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    Thusis,

    Die Gemeindeversammlung hat dem abrutschenden Dorf Brienz GR einen Entwässerungsstollen für 40 Millionen Franken bewilligt.

    Brienz GR
    Die Gefahr durch 1,2 Millionen Kubikmeter Gestein ist weiter zu gross. Nur kurze Tagesaufenthalte im Dorf sind derzeit erlaubt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Brienz GR erhält einen 40 Mio. Franken teuren Entwässerungsstollen gegen Rutschgefahr.
    • Die Gemeindeversammlung bewilligte den Kredit ohne Gegenstimme.
    • Der Entwässerungsstollen soll die Rutschgeschwindigkeit des Dorfes stark verringern.

    Das Bündner Bergdorf Brienz erhält einen fast 40 Millionen Franken teuren Entwässerungsstollen. Damit soll das Abrutschen des Dorfes ins Tal verlangsamt werden. Die Gemeindeversammlung Albula/Alvra bewilligte am Freitagabend den entsprechenden Kredit ohne Gegenstimme.

    Allein stemmen muss die Gemeinde mit ihren 1300 Einwohnern den Kredit von 39,8 Millionen Franken nicht. In der Abstimmungsbotschaft rechnet der Gemeindevorstand mit Beiträgen von Bund und Kanton in der Höhe von 90 Prozent der Gesamtkosten.

    Dorf auf instabilem Gestein

    Brienz stand in jüngster Zeit in den Schlagzeilen, weil über dem Dorf ein Bergsturz drohte, der es hätte verschütten können. Ausserhalb Graubündens wenig bekannt ist, dass auch das Dorf selbst auf instabilem Gestein steht und in zunehmenden Tempo talwärts rutscht. Ein etwa drei Quadratkilometer grosses Gebiet verschiebt sich um mehr als einen Meter im Jahr.

    Brienz
    Brienz GR war wegen der Felsstürze von der Aussenwelt abgeschnitten. - keystone

    Experten gehen davon aus, dass erhöhter Wasserdruck im Untergrund die Hauptursache der Rutschbewegung ist. Der Entwässerungsstollen soll diesen Druck senken und die Rutschgeschwindigkeit des Dorfes langfristig stark vermindern. Im Idealfall würde sich das auch positiv auf die absturzgefährdeten Felsmassen am Berg über dem Dorf auswirken.

    Ein bereits erstellter 635 Meter langer Sondierungsstollen hat die Erwartungen der involvierten Geologen übertroffen. Die Rutschbewegung über diesem Stollen halbierte sich nahezu.

    Stollen und Drainagebohrungen

    Der nun bewilligte Entwässerungsstollen ist eine 1,65 Kilometer lange Verlängerung des Sondierstollens, sodass ein insgesamt 2,28 Kilometer langes Entwässerungswerk entsteht. Daraus werden zudem über 100 Drainagebohrungen erstellt. Der Stollen selbst wird eine Höhe von knapp fünf Metern haben und kann von Lastwagen befahren werden.

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    Für den Bau des Entwässerungsstollens mit Drainagen ist eine Bauzeit von 42 Monaten geplant. Frühestmöglicher Baubeginn ist im März 2024.

    Kommentare

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    tt
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    brienzer
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