Im Puschlav GR: Einsatzkräfte bringen Waldbrand unter Kontrolle

Chur,
Im Puschlav ist ein Feuer ausser Kontrolle geraten und hat sich zu einem grossen Waldbrand ausgeweitet. Nun konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Dienstag kam es in Puschlav GR zu einem zwei Quadratkilometer grossen Waldbrand.
- Der Waldbrand ist nun wieder unter Kontrolle.
- Die Armee unterstützte die Feuerwehr seit Mittwochmorgen mit weiteren Helikoptern.
Die Einsatzkräfte haben den Waldbrand in der Gemeinde Brusio GR am Mittwochvormittag unter Kontrolle gebracht. Zur Unterstützung der Feuerwehr standen fünf Helikopter von Swisshelicopter und der Heli Bernina sowie ein Super Puma der Armee im Einsatz. Die Bahnlinie der Rhätischen Bahn ist bis auf weiteres gesperrt. Es verkehren Bahnersatzbusse.
Das Brandgebiet in der Nähe des Kreisviadukts von Brusio umfasst eine Fläche von rund zwei Quadratkilometern zwischen Campascio und Viano. Eine mit Wärmebildkameras ausgestattete Drohne könnte allenfalls noch aktive Brandherde erkennen. Das erklärte der Gemeindepräsident von Brusio, Pietro Della Cà, der alle Einsätze ununterbrochen verfolgt hat, gegenüber Keystone-SDA.

Der Verkehr der Rhätischen Bahn ist weiterhin unterbrochen, und seit gestern Abend ist auch die Strasse zum Dorf Viano gesperrt. Mindestens bis Mittag ist das Dorf mit seinen rund 60 Einwohnern nur über eine Forststrasse erreichbar. Eine Evakuierung war jedoch nicht notwendig.
Die Meldung über den Waldbrand sei am Dienstag um 15.40 Uhr eingegangen, schrieb die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch in einer Mitteilung. Die Löscharbeiten seien am Mittwochmorgen wieder aufgenommen worden, nachdem über Nacht mehrere Brandwachen gestellt wurden.
Um die Löscharbeiten nicht zu behindern, verfügte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) eine ausserordentliche Luftraumsperre bis am Donnerstagabend.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll das Feuer legal entfacht worden sein, um Holzabfälle zu verbrennen. Doch wegen des trockenen und windigen Wetters der letzten Tage soll der Brand ausser Kontrolle geraten sein und unter anderem eine dichte Rauchwolke verursacht haben, die das gesamte Tal bedeckt. Die Kantonspolizei Graubünden nahm die Brandermittlung auf.
Alertswiss hat am Mittwochmorgen ein absolutes Verbot von Feuer im Freien für alle Täler des italienischsprachigen Graubündens erlassen.




