Kanton Glarus rechnet 2027 mit 2,6 Millionen Franken Verlust

    Keystone-SDA
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    Glarus,

    Der Kanton Glarus hat für 2027 einen Verlust von 2,6 Millionen Franken budgetiert. Die Finanzlage des Kantons bleibt somit angespannt und könnte sich weiter verschärfen, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte.

    Kanton Glarus
    Gemeindehaus in der Stadt Glarus (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

    Die Ausgaben betragen im kommenden Jahr gemäss Mitteilung 487,1 Millionen Franken. Diese stehen einem Ertrag von 484,5 Millionen Franken gegenüber. Die Nettoinvestitionen sind mit 53,4 Millionen Franken veranschlagt. Sie übersteigen damit die erwirtschafteten Mittel von 1,5 Millionen Franken sehr deutlich. Der Anteil der Nettoinvestitionen aus eigenen Mitteln – der sogenannte Selbstfinanzierungsgrad – liegt folglich nur bei 2,7 Prozent.

    Wie die Regierung in ihrer Mitteilung festhielt, hat sich die finanzielle Lage des Kantons gegenüber der bisherigen Planung weiter verschärft. «Trotz deutlich höherer Steuererträge und steigender Beiträge aus dem nationalen Finanzausgleich bleiben sowohl das Budget 2027 als auch die folgenden Planjahre defizitär.» Nur dank substanzieller Kürzungen im Budgetprozess und Verschiebungen in die Folgejahre könne für 2027 ein lediglich leicht negatives Ergebnis ausgewiesen werden. Für die Jahre 2028 bis 2030 prognostiziert der Kanton aktuell Defizite zwischen 9,1 und 20,2 Millionen Franken.

    Das geschnürte Entlastungspaket 2025+ habe den Anstieg des betrieblichen Aufwands vorübergehend gedämpft und die Ertragslage verbessert. «Die strukturellen Kostentreiber bleiben jedoch bestehen», hielt die Glarner Regierung fest. Besonders stark wachsen die Ausgaben im Gesundheitsbereich, namentlich bei den Prämienverbilligungen sowie den Beiträgen an Spitäler und die Langzeitpflege.

    Die Regierung bilanzierte deshalb: «Insbesondere die deutlich schlechteren Ergebnisse der Planjahre geben dem Regierungsrat weiterhin Anlass zur Sorge.» Eine nachhaltige Trendumkehr sei nicht erkennbar. Neue Aufgaben müssten konsequent auf ihre Notwendigkeit geprüft und mit möglichst hoher Wirksamkeit sowie einem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis ausgestaltet werden. Die Regierung schlägt der Landsgemeinde für das Jahr 2028 dennoch vor, den Steuerfuss unverändert auf 58 Prozent der einfachen Steuer zu belassen.

    Kommentare

    User #4886 (nicht angemeldet)

    Vor der Autobahn war Glarus der ärmste Kanton der Schweiz.

    User #4560 (nicht angemeldet)

    Wäre ja auch das erste Mal seit Jaaaaahren, wenn die mal im Plus wären!

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