Toggenburger Bauer lässt aus Frust Milch in die Wiese!

Derzeit gibt es einen Überschuss an Milch. Dies lässt die Preise purzeln. Ein Toggenburger Bauer geht mit seinem Frust darüber an die Öffentlichkeit.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Milchpreis ist derzeit niedrig. Es gibt einen beträchtlichen Überschuss.
- Ein Toggenburger Bauer ist darüber frustriert.
- Er wendet sich mit einem Video auf Social Media an die Öffentlichkeit.
- Die Menschen will er animieren, wieder mehr Milchprodukte zu konsumieren.
«Die eine Möglichkeit ist: Hahn auf, und Milch in die Wiese herauslassen.» Ein Toggenburger Bauer äussert in einem Social-Media-Video seinen ganzen Ärger. Und lässt auch prompt seinen Worten Taten folgen.
Unzufrieden ist Andreas Lusti mit den aktuellen Liter-Milchpreisen. «Ich hätte heute Morgen die Milch für 28 Rappen abliefern sollen. Es ist eine Schande, wie dieses wertvolle Produkt keinen Wert mehr hat», ärgert er sich.

Es existiert derzeit ein Überschuss an Milch. Im realen Leben setzt Lusti selbstverständlich nicht auf das Ausleeren der Flüssigkeit.
Daher werde im familieneigenen Restaurant in Lütisburg nun bis Ende März Frappé zum halben Preis angeboten. So wolle man die Menschen wieder zum Milchtrinken animieren, so der Bauer in seinem Video.
Die Genossenschaft Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost begrüsst das Vorpreschen des Toggenburger Landwirts. Vorstand Urs Werder sagt gegenüber «TVO»: «Wir rütteln die Konsumenten immer auf, damit sie Schweizer Milch und Milchprodukte kaufen.»
Tiere werden früher geschlachtet
Ein persönliches Video, wie jenes von Andreas Lusti, sei dann aber noch etwas aktueller und attraktiver.
Der Überschuss ist gemäss «TVO» aktuell hoch, aber bereits dabei, zu sinken. Bauern würden teilweise jetzt schon Kühe schlachten, die dafür eigentlich erst im Sommer bestimmt gewesen wären.
Bauer Lusti verzichtet darauf. Er setzt darauf, mit seinem Clip die Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen.
Urs Werder erwartet, dass im Juni die Milchmenge wieder auf einem gewöhnlichen Niveau sein wird.







