Kanton Graubünden: 25 Gastrobetriebe werfen 28,5 Prozent weniger Essen weg

Chur,
In Graubünden haben 25 Gastronomiebetriebe ihren Food Waste um 3242 Kilogramm gesenkt. Das Projekt spart auch rund 23'900 Franken Warenverlust ein.

Lebensmittel gehören zu den Kostentreibern in den Gastronomiebetrieben. Mit dem Projekt «Food Save Graubünden» wurden 25 Gastronomiebetriebe während rund eines Jahres bei der systematischen Reduktion von Food Waste begleitet. Das Food Save Management kombinierte Datenerhebung, betriebsindividuelle Analysen, Workshops und die anschliessende Umsetzung konkreter Massnahmen.
Nun konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.
Bei jedem teilnehmenden Gastrobetrieb wurde bei Projektstart die anfallende Food-Waste-Menge ermittelt. Die erzielte Wirkung der umgesetzten Massnahmen wurde im Rahmen einer zweiten standardisierten Messperiode überprüft. Alle 25 Betriebe haben beide Messperioden erfolgreich abgeschlossen.
Diese hohe Beteiligung unterstreicht das Engagement der Betriebe. Der gesamte Food Waste sank von 11'361 Kilogramm auf. Dies entspricht einer Reduktion von 3242 Kilogramm beziehungsweise 28,5 Prozent.
Gleichzeitig reduzierte sich der durchschnittliche Food Waste pro Gast auf 47,3 Gramm.
Neben der ökologischen Wirkung konnten auch wirtschaftliche Einsparungen erzielt werden. Der Warenverlust reduzierte sich um rund 23'900 Franken, was auf Basis einer Vollkostenrechnung einem Einsparpotenzial von rund 77'800 Franken entspricht.
Breite öffentliche Aufmerksamkeit und Sensibilisierung
Das Projekt «Food Save Graubünden» konnte nicht nur innerhalb der teilnehmenden Betriebe messbare Wirkung erzielen, sondern auch eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Lebensmittelverschwendung schaffen. Die Berichterstattung in regionalen und überregionalen Medien trug dazu bei, einzelne Projektergebnisse sichtbar zu machen, erfolgreiche Praxisbeispiele zu teilen und weitere Betriebe für Food Save zu sensibilisieren. Dadurch wurde der Wissenstransfer über die Projektbetriebe hinaus gefördert und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln nachhaltig gestärkt.






