Trinkwasser bleibt knapp – Aufruf zum Sparen gilt weiter

    Gemeinde Oberbüren
    Gemeinde Oberbüren

    Flawil,

    Der Grundwasserstand im Grueben hat sich in Oberbüren SG nicht erholt. Die Wasserversorgung warnt vor Verboten, falls auch der Winter trocken bleibt.

    Wasser
    Ein tropfender Wasserhahn. (Symbolbild) - Pixabay

    Die letzten Monate waren mit der extremen Hitze und Trockenheit eine Herausforderung für uns Wasserversorger. Dank der sehr guten Leitungs-Vernetzung mit unseren Nachbarn und der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den umliegenden Versorgungen konnten wir gemeinsam, in der ganzen Region von Oberbüren bis nach Wil, die Trinkwasserversorgung sicherstellen und Verbote für Haushalte, Industrie, Landwirtschaft und Freizeit umgehen.

    Regionale Trinkwasserversorgung GWVV und RFS

    34 Wasserfassungen, also Quellen und Grundwasser, haben wir im Regionalen Führungsstab Wil-Uze, gemeinsam mit der Gruppenwasserversorgung Vogelsberg und den Versorgungen im Gebiet zwischen Oberbüren und Wil überwacht, ausgewertet, besprochen und gesteuert. In den Spitzenzeiten hat unsere Region, pro Woche, über 25'000m3 Trinkwasser verbraucht (als Vergleich: rund viermal den ganzen OZ-Thurzelg Saal).

    Wasserversorgung Oberbüren

    Da die Quellen bei einigen Nachbarn ausgefallen sind, haben wir im Grundwasserpumpwerk Grueben mehrere Wochen auf Volllast gefördert. Das hat auch uns an die Grenzen gebracht. Nicht das wir zu wenig Grundwasser hatten, aber dieses läuft nicht plötzlich schneller im Untergrund. Es braucht viel Zeit, bis es gereinigt und sauber im Grundwasserpumpwerk ankommt. Natürliche Vorgänge kann man nicht «verschnellern».

    Wir konnten uns mit der Nachbarverbindung etwas Luft verschaffen und haben von den Technischen Betrieben Flawil Wasser beziehen können. Dadurch war es uns möglich, weiteren Versorgungen zu helfen. An dieser Stelle vielen Dank für die sehr spontane und unkomplizierte Flawiler-Nachbarschaftshilfe.

    Niederschläge bringen keine Entspannung

    Der Wasserverbrauch ist nach den Hitzewochen wieder auf das Normalniveau zurückgegangen. Unser Grundwasserstand im Grueben hat sich von der Trockenheit noch nicht erholt. Die nachstehende Grafik zeigt deutlich, dass trotz der vergangenen Niederschläge keine Entspannung eingetreten ist. Dies gilt für die ganze Region, darum bleibt sie angespannt.

    Die Herbstmonate sind erfahrungsgemäss niederschlagsarm und wenn in den Wintermonaten wenig Schnee fällt, werden wir unser Wasserdefizit auch in den nächsten Monaten nicht ausgleichen können. Einschneidende Verbote für alle Bereiche könnten dann unumgänglich werden.

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