Uzwil und Oberuzwil prüfen Wärmenetz

Die Gemeinden Uzwil und Oberuzwil untersuchen gemeinsam die Machbarkeit eines regionalen Wärmenetzes für erneuerbare Energieversorgung bis Anfang 2027.

Wie die Gemeinde Uzwil mitteilt, setzen sich die Gemeinden Uzwil und Oberuzwil im Rahmen ihrer Energiestrategien und -konzepte gemeinsam mit ihren Energieversorgungsbetrieben intensiv mit der Transformation zur erneuerbaren Wärmeversorgung auseinander. Die Studie bildet dabei ein wichtiges Puzzleteil.
Vor diesem Hintergrund verfolgen die Gemeinden Uzwil und Oberuzwil das Projekt gemeinsam mit der Wärme Netz Ostschweiz AG (WNO). Das Projektmanagement und der -lead liegen bei der WNO.
Finanziell unterstützt wird die Studie durch den Kanton St.Gallen im Rahmen eines Förderprogramms der Energieagentur St.Gallen.
Was wird untersucht?
Die Machbarkeitsstudie betrachtet das Vorhaben ganzheitlich. Untersucht werden unter anderem der Wärmebedarf im möglichen Versorgungsgebiet, erneuerbare Energiequellen und Abwärmepotenziale sowie die mögliche Ausgestaltung eines Wärmenetzes und der dafür notwendigen Energieinfrastruktur.
Ebenfalls einbezogen werden potenzielle Synergien mit anderen Projekten, beispielsweise im Umfeld der ARA Thurau, sowie mit künftigen Tief- und Hochbauprojekten, um Planungen möglichst sinnvoll aufeinander abzustimmen.
Ziel der Studie ist eine belastbare Aussage, ob ein Wärmenetz technisch und wirtschaftlich realisierbar ist. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden Anfang 2027 erwartet. Auf dieser Grundlage soll anschliessend über mögliche Schritte zur Realisierung entschieden werden.
Wo liegt der Fokus der Abklärungen?
Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt in Gebieten, in denen ein Wärmenetz besonders effizient betrieben werden kann. Dazu zählen vor allem Bereiche mit Mehrfamilienhäusern sowie Büro-, Gewerbe- und Industriebauten.
Reine Einfamilienhausquartiere stehen aufgrund der geringeren Bebauungsdichte in der Regel nicht im Vordergrund. Die Übersichtskarte zeigt, welche Gebiete ein Thema sind.
Mitwirken ist wichtig
Ein zentraler Bestandteil der Studie ist die Abklärung des Interesses und des tatsächlichen Wärmebedarfs bei Gebäudeeigentümern. Ihre Angaben helfen, den Bedarf realistisch einzuschätzen und bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Abklärungen.
Die Eigentümer können selbst an der Umfrage teilnehmen oder die Teilnahme – sofern sie eine Liegenschaftsverwaltung beauftragt haben – an diese delegieren. Diese verfügt oftmals bereits über die benötigten Angaben zum jeweiligen Objekt.
Wichtig zu wissen: Die Umfrage ist freiwillig und unverbindlich. Sie stellt keinen Vertragsabschluss und keine Anschlussverpflichtung dar. Die Umfrage ist rein elektronisch.
Jede Rückmeldung trägt zu einer fundierten Entscheidungsgrundlage für die Region bei. Die Arbeiten an der Machbarkeitsstudie dauern bis Anfang 2027.






