Kanton Glarus: Sieben Massnahmen sollen die Luft sauberer machen

Der Kanton Glarus hat einen Massnahmenplan zur Luftreinhaltung verabschiedet. Die sieben Vorgaben betreffen Holzfeuerungen, Landwirtschaft und Betriebe.

Die Luftqualität im Kanton Glarus hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich verbessert. Dennoch werden die Grenz- und Zielwerte bei Schadstoffen wie Russ, Ammoniak oder Ozon teilweise weiterhin überschritten. Die Kantone sind gesetzlich dazu verpflichtet, Massnahmen gegen übermässige Emissionen zu ergreifen.
Verantwortlich dafür ist im Kanton Glarus der Regierungsrat. Betroffene Gemeinden arbeiten bei der Ausarbeitung und Durchführung eines Massnahmenplans mit.
Massnahmen definiert
Aus einer umfassenden Analyse und einer qualitativen Kosten-Nutzen-Bewertung wurden sieben konkrete Massnahmen ausgewählt, die sämtliche Verursacherbereiche abdecken. Dabei wurden effektive und effiziente Massnahmen priorisiert, dem Kanton eine Vorbildfunktion zugesprochen sowie die Kooperation und Synergien mit benachbarten Kantonen und anderen kantonalen Strategien gesucht. Die Vorgaben betreffen verschärfte Anforderungen und den Einbau von Impulszählern bei Holzfeuerungen, strengere Emissionsbegrenzungen für Notstromaggregate und für Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen in Betrieben sowie die Verminderung von Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft durch praxisorientierte Planungshilfen.Zudem übernimmt der Kanton mit Beschaffungs- und Einsatzstandards bei eigenen Fahrzeugen und Geräten eine Vorreiterrolle und stärkt den Vollzug der Umweltvorschriften insgesamt.
Das Departement Bau und Umwelt übernimmt die Koordination der Umsetzung zwischen den involvierten Fachstellen und Gemeinden. Durch die Reduktion der Schadstoffbelastung leistet der Plan einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und zum Schutz der Biodiversität. Und er verringert langfristig die volkswirtschaftlichen Folgekosten der Luftverschmutzung.






