Appenzellerland

    Niederteufen AR: 120 Schafe sorgen für nächtlichen Stau

    Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden
    Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden

    Herisau,

    In der Nacht auf Dienstag standen in Niederteufen AR rund 120 Schafe auf der Fahrbahn. Die Einsatzkräfte brauchten viel Geduld, bis die Herde zurück war.

    Niederteufen AR
    Rund 120 Schafe standen kurz nach 00.30 Uhr mitten auf der Fahrbahn. - Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden

    In der Nacht auf Dienstag, 6.10.2026, kam es in Niederteufen AR, Ortsteil Battenhaus, zu einem aussergewöhnlichen Verkehrsvorfall, der selbst erfahrene Einsatzkräfte kurzzeitig vor logistische Herausforderungen stellte.

    Kurz nach 00.30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, wonach sich eine grössere Anzahl Schafe unkontrolliert auf der Fahrbahn aufhalte.

    Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung. Rund 120 Schafe hatten offenbar beschlossen, ihre Unterkunft ohne vorherige Bewilligung zu verlassen und sich geschlossen dem öffentlichen Strassenverkehr anzuschliessen. Der Verkehr kam entsprechend zum Erliegen.

    Die Tiere zeigten sich gegenüber den Einsatzkräften zunächst wenig kooperativ und machten keinerlei Anstalten, die Fahrbahn freiwillig zu räumen.

    Einzelne Exemplare nutzten die Gelegenheit offenbar für einen nächtlichen Spaziergang, während andere mitten auf der Strasse stehen blieben und den Verkehr aufmerksam beobachteten.

    Nach längeren Verhandlungen, mehreren Lockversuchen und unter Einsatz von Tierhalter, Taschenlampen und vermutlich überdurchschnittlich viel Geduld konnten die 120 Ausreisser schliesslich wieder eingefangen und zurückgeführt werden.

    Verletzt wurde niemand. Die Schafe zeigten sich nach ihrer Rückkehr offenbar zufrieden und verhielten sich, als wäre überhaupt nichts passiert. Gegen die Tiere wird derzeit keine Strafanzeige wegen nächtlichen Herumlungerns auf der Fahrbahn eingereicht.

    Polizeiliche Empfehlung: Bei 120 Schafen auf der Strasse gilt weiterhin: Geschwindigkeit reduzieren, Abstand halten und nicht hupen – die Tiere verstehen es ohnehin nicht.

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