Tierische Nachbarn: «StadtWildTiere» geht auf Spurensuche

Das Projekt StadtWildTiere erforscht 2026 Fuchs, Dachs und Co. in der Stadt St.Gallen und lädt die Bevölkerung zum Mitforschen und Beobachten ein.

Wie die Stadt St.Gallen berichtet, blickt das Projekt StadtWildTiere St.Gallen auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Citizen-Science-Projekte rund um Wildtiere im urbanen Raum zurück. Seit Beginn hat das Projekt die Bevölkerung für die Vielfalt der Stadtnatur sensibilisiert und wertvolle Daten zur Verbreitung von Wildtieren gesammelt. Im Jahr 2026 liegt der Schwerpunkt auf tierischen Jägern wie Fuchs, Dachs und Co.
Seit dem Jahr 2016 wurden zehn Aktionen im Rahmen von StadtWildTiere durchgeführt. Unter anderem standen Igel, Eichhörnchen, Wildbienen oder Fledermäuse im Fokus. Auf der Meldeplattform gingen in diesem Zeitraum über 5500 Meldungen ein und über 200 Stadtnaturbeobachterinnen und -beobachter engagierten sich im Projekt.
Im vergangenen Jahr haben sich über 90 Personen an den Fledermaus-Ultraschallaufnahmen beteiligt. Die Resultate der Aktionen und Datenerhebungen zeigen: Die tierische Stadtnatur ist vielfältig und kann mit verschiedenen Massnahmen aktiv gefördert werden.
Schwerpunkt 2026 und 2027: Tierische Jäger in der Stadt
Kleine und mittelgrosse Raubtiere wie Fuchs, Dachs, Steinmarder und Iltis haben in den vergangenen 40 Jahren zunehmend städtische Gebiete erobert. Dass diese Wildtiere heute mitten in unserer Nachbarschaft leben, beeindruckt und fasziniert viele Menschen.
Gleichzeitig kann ihre Präsenz auch Herausforderungen mit sich bringen, etwa durch Schäden in Gärten und Parkanlagen, mögliche Krankheitsübertragungen oder gerissene Heimtiere. Weiter kann auch das Füttern von Wildtieren zu Problemen führen. Für ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben braucht es Information, Verständnis, Toleranz und klare Verhaltensregeln.
Vor diesem Hintergrund startet StadtWildTiere St.Gallen im Jahr 2026 ein zweijähriges Projekt zum Monitoring städtischer Raubtiere. Ziel ist es, die Bestände von Dachs, Fuchs, Steinmarder, Baummarder und Iltis zu erfassen und ihre Populationsentwicklung besser zu verstehen.
Mitforschende gesucht
Mithilfe von Wildtierkameras und der Unterstützung von Freiwilligen werden an rund 30 über das gesamte Stadtgebiet verteilten Standorten Daten zu den tierischen Jägern gesammelt. Die Auswertung erfolgt mit moderner Technik und wissenschaftlichen Methoden, um Populationstrends sichtbar zu machen und Krankheiten frühzeitig erkennen zu können.
Begleitend informiert und berät das Projekt: Ein Stand am Ökomarkt, ein Vortrag im Naturmuseum sowie die Meldeplattform und sozialen Medien bieten Spannendes zu den verschiedenen Tierarten und zum Umgang mit ihnen. Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf den tierischen Jägern Dachs, Fuchs und Marder, im Jahr 2027 wird der Iltis im Zentrum stehen.
Interessierte, die gerne mitforschen, können sich auf der Aktionsseite der Meldeplattform stgallen.stadtwildtiere.ch für den Informationsanlass vom 21. April um 18.30 Uhr im Naturmuseum anmelden.
StadtWildTiere St.Gallen für Wildtiere im Siedlungsraum
Die Melde- und Informationsplattform «StadtWildTiere» ist ein schweizweites Projekt. In St.Gallen wird das Projekt im Rahmen von «Natur findet Stadt» von der Stadt St.Gallen, vom WWF St.Gallen, von Pro Natura St.Gallen-Appenzell, dem Naturmuseum St.Gallen, vom Naturschutzverein St.Gallen und Umgebung sowie von der Ortsbürgergemeinde St.Gallen getragen.





