Scuol GR: Kein Eisfeld auf dem Areal Trü – Natureis in Gurlaina

In Scuol GR bleibt das Eisfeld Trü im Winter 2026/27 zu: Betonplatte und Kälteanlage sind defekt. Als Ersatz ist Natureis in Gurlaina geplant.

Das Areal Trü ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Freizeit- und Begegnungsort für die Bevölkerung und die Gäste von Scuol. Viele Generationen verbinden damit persönliche Erinnerungen – vom Freibad über das Eislaufen und Curling bis zum gemeinsamen Aufenthalt auf dem Areal. An der Orientierungsversammlung vom 14. September informierte der Gemeindevorstand über den aktuellen Zustand des Areals Trü und das weitere Vorgehen.
Im Sommer 2026 haben technische Untersuchungen gezeigt, dass die bestehende Betonplatte und die darin verlaufenden Leitungen der Kälteanlage nicht mehr sicher für den bisherigen Winterbetrieb genutzt werden können. Hinzu kommt, dass wesentliche Teile der technischen Anlagen veraltet sind und der Kompressor der bestehenden Anlage ausgefallen ist. Grössere Investitionen in die heutige Anlage sind deshalb nicht mehr sinnvoll.
Winter 2026/27: provisorisches Eisangebot in Gurlaina
Für den kommenden Winter wird auf dem Areal Trü kein Eisfeld betrieben. Als Übergangslösung ist in Gurlaina ein Natureisangebot vorgesehen. Damit soll weiterhin Curling und Freizeit-Eislaufen ermöglicht werden.
Gleichzeitig können Synergien mit der bestehenden Eishalle und deren Infrastruktur genutzt werden. Nach der Wintersaison werden die Erfahrungen ausgewertet und dienen als Grundlage für die weitere Planung des Eisangebots.
Sommerbetrieb Trü
Das Areal Trü soll auch während der Planungsphase weiterhin für die Bevölkerung und die Gäste zur Verfügung stehen. Für die kommenden Sommersaisons werden einfache Übergangslösungen geprüft, damit der Betrieb mit möglichst geringen Investitionen weitergeführt werden kann.
Wie geht es mit dem Areal Trü weiter?
Die aktuelle Situation bietet gleichzeitig die Chance, die Zukunft des Areals grundsätzlich zu betrachten. Ziel ist es, Trü als attraktiven, öffentlichen Begegnungs- und Aufenthaltsort weiterzuentwickeln und dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse von Bevölkerung, Gästen, Vereinen und Betrieben zu berücksichtigen. Neben Wasser- und Freizeitangeboten werden auch weitere mögliche Nutzungen des Areals geprüft.
Dabei sind eine ganzjährige Nutzung, Synergien zwischen den verschiedenen Angeboten sowie tragbare Investitions- und Betriebskosten wichtige Voraussetzungen. Die Gemeinde erarbeitet dazu gemeinsam mit Fachpersonen verschiedene Möglichkeiten für die zukünftige Entwicklung. Entscheidend ist, dass eine zukünftige Lösung nicht nur attraktiv und langfristig sinnvoll, sondern auch finanziell realistisch und für die Gemeinde tragbar ist.
Über die nächsten Schritte und den weiteren Planungsstand wird die Gemeinde laufend informieren.





