Wil SG: Grüne wollen wissen, was ein Nein zum Bahnhof kostet

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    In Wil SG hat die Fraktion GRÜNE prowil eine Anfrage eingereicht. Sie will wissen, welche finanziellen Folgen ein Nein zum Bahnhofprojekt am 29. November hätte.

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    Gemeindehaus (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

    Am 29. November entscheidet die Wiler Stimmbevölkerung über den Baukredit für die Aufwertung von Bahnhof und Allee. Die Fraktion GRÜNE prowil hat dazu eine Anfrage eingereicht. Sie will vom Stadtrat wissen, welche finanziellen und planerischen Folgen ein Nein und eine anschliessende Redimensionierung oder Neuplanung des Projekts hätten.

    Die Planung für die Aufwertung des Wiler Bahnhofs reicht mehr als zehn Jahre zurück. 2014 begann die Erarbeitung des Masterplans «Zukunft Bahnhof Wil», der Ende 2015 vom Stadtrat genehmigt wurde. 2017 folgte der Projektwettbewerb.

    Beim Planungskredit 2021 lagen die wesentlichen Grundzüge des damaligen Vorprojekts sowie eine Grobkostenschätzung von 58,1 Millionen Franken vor. Den Kredit von 3,112 Millionen Franken für die Ausarbeitung des Bau- und Auflageprojekts bewilligte das Stadtparlament mit 35 zu 0 Stimmen.

    Seither wurde das Projekt über mehrere Jahre weiterentwickelt und konkretisiert. Am 2. Juli 2026 genehmigte das Stadtparlament den heutigen Bruttokredit von 63,662 Millionen Franken mit 26 zu 11 Stimmen. Nach den aktuell erwarteten Beiträgen von Bund, Kanton und weiteren Beteiligten verbleibt für die Stadt ein Anteil von rund 33,429 Millionen Franken. Die Volksabstimmung findet am 29. November statt.

    Im Vorfeld der Abstimmung wird vereinzelt gefordert, das Projekt abzulehnen und anschliessend zu redimensionieren. Für die GRÜNEN prowil gehört deshalb zu einer transparenten Entscheidungsgrundlage auch die Frage, welche Konsequenzen ein solcher Weg hätte. Die eingereichte Anfrage verlangt Auskunft darüber, wie hoch die bisherigen effektiven Planungsaufwendungen der Stadt sind, welche weiteren Aufwendungen bei der Regio Wil und anderen Projektpartnern angefallen sind und welcher Teil der bisherigen Arbeiten bei einer Neuplanung weiterhin genutzt werden könnte.

    Die Anfrage von Michael Sarbach wurde am 1. Oktober eingereicht und ist beim Stadtrat pendent.

    Weiter soll der Stadtrat aufzeigen, mit welchen zusätzlichen Kosten und zeitlichen Verzögerungen bei einer neuen oder wesentlich veränderten Lösung zu rechnen wäre. Gefragt wird zudem nach den Auswirkungen auf übergeordnete Planungen wie das Agglomerationsprogramm, das Gesamtverkehrskonzept und die Ortsplanung sowie danach, ob die erforderliche ÖV-Erschliessung von Wil West und innerstädtischen Entwicklungsgebieten auch ohne den vorgesehenen Ausbau sichergestellt werden könnte.

    «Bei einem Projekt dieser Grössenordnung ist es richtig, die Kosten genau zu hinterfragen. Für einen fundierten Entscheid müssen aber beide Seiten bekannt sein: nicht nur, was das vorliegende Projekt kostet, sondern auch, welche finanziellen und planerischen Folgen ein Nein mit anschliessender Neuplanung hätte», hält Fraktionspräsident Michael Sarbach fest. Die GRÜNEN prowil erwarten deshalb vom Stadtrat, dass diese Fragen möglichst transparent und rechtzeitig vor der Volksabstimmung beantwortet werden.

    Kommentare

    User #5584 (nicht angemeldet)

    Endabrechnung : 94.2 Mio.

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