Renzo Blumenthal zu Dragqueen: «Du xehsch denn geil us!»

Wenn Renzo Blumenthal nicht gerade den Stall ausmistet, ist er auch mal auf Promi-Partys unterwegs. Dort traf der Ex-Mister jetzt auf eine Dragqueen ...
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Das Wichtigste in Kürze
- Auch 20 Jahre nach seiner Mister-Wahl geniesst Renzo Blumenthal ein Leben im Rampenlicht.
- Nicht selten ist der Bündner Landwirt an Promi-Partys anzutreffen.
- Bei einer Begegnung mit einer Dragqueen kommt er nicht mehr aus dem Schwärmen heraus.
Diese Woche nahm die «G&G»-Serie «Die Supermister» das Leben und die Karriere der bekanntesten Schweizer Schönheitskönige unter die Lupe. Nach Adel Abdel-Latif (53), Tobias Rentsch (47) und Claudio Minder (44) folgte am Donnerstag der vierte und letzte im Bunde.
Die Rede ist von Renzo Blumenthal (48), der die Mister-Wahlen 2005 für sich entscheiden konnte. «Das war damals für mich ein riesiges Sprungbrett. Das war eine riesige Kiste», erinnert er sich jetzt, 20 Jahre später, zurück.
Seinen Titel habe er von Anfang «wirklich zu Herzen genommen». Die Absicht dahinter? «Ich habe mir alle Mühe gegeben, dass ich ein guter Repräsentant bin für die Schweiz», erklärt der Bündner. Es sei ihm wichtig gewesen, ein «guter Mister Schweiz» zu werden.
«Ich bin nicht so heilig, wie ich daherkomme»
Und diese Rolle kam ihm mehr als gelegen: «Ich war einfach der Typ, der irgendwie im Vordergrund stehen wollte», gibt der 48-Jährige zu. Durch seine Tätigkeit als Landwirt konnte Renzo die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen.

«Da gab es so viele Stories, die man bringen konnte. Den Journalisten wurde es nie langweilig», erinnert er sich.
Nach anfänglicher Schüchternheit habe sich sein «anständiges» Verhalten vor der Kamera aber geändert. Dennoch sei er heute «froh, haben sie nicht alles gebracht, was wirklich war. Ich bin nicht so heilig, wie ich daherkomme.»
Renzo Blumenthal fühlt sich im Rampenlicht «pudelwohl»
Auch 20 Jahre später tauscht er regelmässig Latzhose gegen Anzug. «Mein Ziel ist immer irgendwie, die Show-Bühne mit der Heu-Bühne zu verbinden», erklärt Blumenthal. So möchte er aufzeigen, dass «wir Bauern nicht nur am Güllen sind».

So reiste er zuletzt von den Bündner Bergen nach Zürich und folgte seiner Einladung zur Preisverleihung der «G&G»-Awards.
«Renzo nervt mich schon fast», witzelt sein Nachfolger Tobias Rentsch. «Bei jedem Anlass ist immer noch dieser Blumenthal dabei. Es kommt niemandem in den Sinn, jemand anderes einzuladen. Wohlwollend, aber trotzdem lustig.»
Während ihn andere Ex-Mister um seine Auftritte beneiden, geniesst der Bauer seine Ausflüge ins Rampenlicht. Es sei «genau meine Welt», da fühle er sich «pudelwohl». Es bereite ihm grosse Freude, Menschen anzutreffen, «die etwas erreicht haben».
Ex-Mister flirtet mit Dragqueen
Zwar beschreibt er dieses Business als «oberflächlich». Dennoch gebe es «ganz tolle Charaktere», was für Renzo «mega spannend» sei. Und bei einem von denen kam der Ex-Mister so richtig ins Schwärmen!

Bei lockerer Partystimmung trifft er auf eine Dragqueen. Über deren Erscheinung zeigt sich Renzo sichtlich begeistert, als es plötzlich aus ihm herausplatzt: «Du xehsch denn geil us!»
Der Travestiekünstler entgegnet: «Hat auch ein bisschen gedauert.» Dass das Styling ganze vier Stunden gedauert habe, kann der Bündner Schönling gar nicht fassen: «Oh, leck mir am Tschöpli», meint er lachend.
«Du musst die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt»
Für Renzo sind es Begegnungen wie diese, die in seinem Alltag für kurze Abwechslung sorgen. «Und dann gehst du wieder nachhause und hast deine Kühe, deine Ruhe und erholst dich wieder von diesem Schickimicki. Ich bin da hineingewachsen und ich liebe es einfach.»

Und wenn es nach Renzo geht, wird auf der Showbühne das Licht noch lange nicht ausgemacht.
Sein Schlüssel zum Erfolg? «Du musst die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt. Und jetzt gibt sie schon über 20 Jahren Milch. Diese Kuh darf ich nicht trockenstellen.»