Abtretender Landammann mahnt zu Toleranz und Gemeinschaftlichkeit

Die Landsgemeinde des Kantons Glarus ist am Sonntag traditionsgemäss mit der Rede des Landammanns eröffnet worden. Er rief die Anwesenden zu Toleranz und echtem demokratischem Verhalten auf.

Demokratie lebe davon, die dazugehörigen Rechte «verantwortungsvoll und sorgfältig zu nutzen», die Meinung von Minderheiten wahrzunehmen und ein Ergebnis auch dann zu akzeptieren, wenn es nicht der eigenen Meinung entspreche, sagte Landammann Kaspar Becker (die Mitte). Dabei sei stets darauf zu achten, «nicht nur die lauten, sondern auch die leisen Stimmen zu hören und wahrzunehmen».
Gemeinschaftliches und verantwortungsvolles Handeln führe zu breit abgestützten Lösungen, sagte Becker. Dies ermögliche dem Kanton «seit Jahrzehnten ein erfolgreiches Miteinander».
Mit dem Landsgemeindetag ging die zweijährige Amtszeit von Becker als Landammann, also Regierungsratspräsident, zu Ende. Die Landsgemeinde wählte zu seinem Nachfolger seinen bisherigen Vize, Landesstatthalter Markus Heer (SP). Becker wird als Regierungsrat weiterhin die Politik des Kantons mitgestalten. Neu ins Landesstatthalter-Amt wurde Regierungsrätin Marianne Lienhard (SVP) gewählt.




