Appenzellerland

Ausserrhoder Spitalverbund schreibt erneut einen Millionenverlust

Keystone-SDA Regional
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Herisau,

Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) hat im Geschäftsjahr 2025 einen Verlust von 4,95 Millionen Franken geschrieben – mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Der Umsatz sank auf 115,6 Millionen Franken.

Im Spital Herisau müssen Massnahmen zur Effizienzsteigerung getroffen werden. (Archivbild)
Im Spital Herisau müssen Massnahmen zur Effizienzsteigerung getroffen werden. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Massgeblich für das schlechte Ergebnis waren stagnierende Patientenzahlen, schrieb der Spitalverbund am Mittwoch in einer Mitteilung. Ausserdem lagen die Behandlungskosten in der Akutpflege tiefer als erwartet und die Einnahmen aus ambulanten Eingriffen gingen zurück. Hinzu kommen hohe Kosten für externes Personal, Informatik, medizinisches Material und Anpassungen im Stellenplan.

Trotz dieser Schwierigkeiten habe der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden im vergangenen Jahr die Versorgung der Bevölkerung vollständig sicherstellen können. Insgesamt wurden 6737 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 56'012 ambulante Konsultationen durchgeführt.

Das enttäuschende Jahresergebnis erhöht den Handlungsdruck weiter. Ziel bleibe, die medizinische Versorgung in Herisau langfristig qualitativ hochwertig und finanziell tragfähig sicherzustellen.

Nun sollen Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle umgesetzt werden. Der Verwaltungsrat unterstützt deshalb die geplante Teilrevision des Spitalverbundgesetzes, die dem SVAR mehr Flexibilität und Möglichkeiten zur Kooperation mit anderen Spitälern geben soll.

Im Februar kündigte die Ausserrhoder Regierung eine Gesetzesanpassung an, die eine Umwandlung des Spitals und des Psychiatrischen Zentrums in Herisau in eine Aktiengesellschaft ermöglichen soll. Sie begründete diesen Entscheid damit, die bestehenden Strukturen markt- und konkurrenzfähig zu machen. Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden ist seit Jahren defizitär und belastet die kantonalen Finanzen. Gleichzeitig besteht ein hoher Investitionsbedarf.

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