Der Bahnhofplatz in Chur wird behindertengerecht umgebaut

Chur,
Der Bahnhofplatz in Chur wird bis Ende November in mehreren Etappen behindertengerecht umgebaut. Perrons und Bushaltekanten sollen erhöht werden, um einen Einstieg ohne Höhenunterschied zu ermöglichen. Wegen der Arbeiten fahren auf der Arosa-Linie während drei Wochen keine Züge, sondern Busse.

Die Perronanlagen der Arosabahn und die Bushaltekanten des Stadtbusses auf dem Bahnhofplatz erfüllen die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) nicht, wie die Rhätische Bahn (RhB) und die Stadt Chur am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung schrieben. Sowohl die Bahnperrons als auch die Bushaltekanten müssen angehoben werden.
Die Bauarbeiten beginnen am 23. Februar mit dem Umbau des Perrons im östlichen Teil. Diese erste Phase soll Mitte April abgeschlossen sein.
In einer zweiten Bauphase werden zwischen dem 19. April und dem 11. Mai die Perronkanten von Gleis 1 und 2 für den behindertengerechten Einstieg gebaut. «Während dieser zweiten Bauphase mit der Totalsperre verkehren auf der Arosalinie Bahnersatzbusse», heisst es im Communiqué weiter. In mehreren weiteren Etappen sollen die Bushaltekanten erhöht werden.
Wie die RhB bereits im November 2023 mitgeteilt hatte, besteht bei ihren Bahnhöfen Nachholbedarf hinsichtlich der Barrierefreiheit. Eigentlich verlangt ein Gesetz seit Ende 2023 die volle Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr.
Bei der Rhätischen Bahn waren im November 2023 48 von insgesamt 104 Bahnhöfen gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz umgebaut. Das Unternehmen machte damals geltend, dass viele Stationen in Kurven oder starkem Gefälle liegen, was einen Umbau erschwere. Die RhB kündigte damals weitere Umbauten sowie Überbrückungs- und Ersatzmassnahmen an.





