Graubünden

Gemeindedelegierte wollen Geburtenstation in Ilanz GR offen lassen

Keystone-SDA Regional
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Surselva,

Die Delegierten der regionalen Gesundheitsorganisationen der Surselva haben am Donnerstagabend entschieden, dass das Volk über die neue Organisation der Gesundheitsversorgung befinden soll. Sie plädierten ausserdem für einen Weiterbetrieb der Geburtenstation in Ilanz.

Die Stimmbevölkerung der Surselva kann über eine neue Gesundheitsvereinbarung in der Region befinden. Ein Teil davon ist auch die Geburtenstation, deren Schliessung vom Kanton angereg...
Die Stimmbevölkerung der Surselva kann über eine neue Gesundheitsvereinbarung in der Region befinden. Ein Teil davon ist auch die Geburtenstation, deren Schliessung vom Kanton angereg... - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Wie organisiert sich das Gesundheitswesen in der Surselva für die Zukunft? Diese Frage soll am 29. November der Stimmbevölkerung der einzelnen Mitgliedsgemeinden überlassen werden. Das haben die Delegierten der Sana Surselva, die aus Vertretungen aller Mitgliedsgemeinden besteht, gemäss einer Mitteilung vom Freitag einstimmig beschlossen. Zur Abstimmung kommt eine Gesamtleistungsvereinbarung zwischen Sana Surselva und Reit da Sanadad Surselva. Diese würde sich – bei einer Zustimmung der Bevölkerung – künftig um den Betrieb der Gesundheitsinstitutionen in der Surselva kümmern.

Die Sana Surselva bleibt Auftraggeberin und bestimmt die von der Region bestellten Leistungen. Das betrifft etwa Pflegeheime, die Spitex, den Rettungsdienst und das Regionalspital in Ilanz. Das Ziel der neuen Vereinbarung ist es, die bisher unterschiedlichen Regelungen für die einzelnen Institutionen in ein gemeinsames Konzept zu überführen.

Streitpunkt Geburtenstation

Ein grosser Streitpunkt ist dabei die Geburtenstation im Spital, die ebenfalls Teil der Vereinbarung wäre. Der Kanton Graubünden empfahl in seinem neuen Leitbild die Schliessung der Geburtenstation. Daraufhin wehrten sich etwa die Hebammen des Regionalspitals mit einem offenen Brief an Gesundheitsdirektor Peter Peyer und einer Petition. Kurz vor der Delegiertenversammlung meldete die FDP hingegen an der Ilanzer Parlamentssitzung Kritik an der Weiterführung an. Sie sah Sparpotenzial und damit eine Möglichkeit zur Senkung des Defizits, welches die Gemeinden tragen müssen. Das Newsportal suedostschweiz.ch hatte zuerst darüber berichtet.

Die Delegiertenversammlung sprach sich nun gemäss Mitteilung klar für die Weiterführung der Geburtshilfe in Ilanz aus. «Damit bleibt dieses wichtige medizinische Angebot Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung», heisst es in der Mitteilung.

Dem Entscheid seien umfassende Abklärungen vorausgegangen, welche die Einsparungen bei einer Schliessung relativiert hätten. «Zahlreiche Kosten, die rechnerisch der Geburtshilfe zugerechnet werden, würden bei einer Schliessung nicht wegfallen, da beispielsweise Anästhesie, Operationssaal, Infrastruktur und Bereitschaftsdienste weiterhin für andere medizinische Bereiche benötigt werden», heisst es in der Mitteilung.

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