Graubünden

    Glarus Süd soll mehr Geld für Entwässerungsstollen erhalten

    Keystone-SDA Regional
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    Surselva,

    Die Glarner Regierung hat sich dafür ausgesprochen, die Gemeinde Glarus Süd sowie die Entwässerungskorporation Braunwald beim Bau des Entwässerungsstollens stärker zu unterstützen. Konkret sollen rund 2,7 Millionen zusätzliche Gelder fliessen. Das Geld kommt vom Bund.

    In Braunwald GL ist ein Entwässerungsstollen ähnlich wie in Brienz GR geplant.
    In Braunwald GL ist ein Entwässerungsstollen ähnlich wie in Brienz GR geplant. - Keystone/GIAN EHRENZELLER

    Die Gesamtkosten für den Entwässerungsstollen Braunwald belaufen sich gemäss einer Mitteilung des Kantons Glarus vom Montag voraussichtlich auf rund 45,9 Millionen Franken. Der Bund gewährte für dieses Schutzprojekt einen zusätzlichen Beitrag im Umfang von 9,1 Millionen Franken. Er hat die beitragsberechtigten Kosten von 45 auf 65 Prozent erhöht.

    Der Glarner Regierungsrat spricht sich nun dafür aus, diese zusätzlichen Mittel zwischen dem Kanton, der Entwässerungskorporation Braunwald als Bauherrschaft und der Gemeinde Glarus Süd aufzuteilen.

    Die vorgeschlagene Verteilung orientiert sich gemäss Mitteilung an den bestehenden Kostenanteilen – 70 Prozent Kanton, je 15 Prozent die Entwässerungskorporation und die Gemeinde. Die Entwässerungskorporation und die Gemeinde würden dadurch zusammen um rund 2,7 Millionen Franken entlastet. Ihre verbleibenden Kosten würden von bisher rund acht Millionen auf rund 5,2 Millionen Franken sinken.

    Entscheid der Landsgemeinde notwendig

    Der bisher bewilligte Kantonsbeitrag deckt einschliesslich der Bundesmittel 80 Prozent der beitragsberechtigten Kosten. Mit der geplanten Weitergabe wird dieser Anteil überschritten. Für diese Entlastung ist deshalb ein Beschluss der Landsgemeinde nötig.

    Der Entwässerungsstollen Braunwald ist das grösste Naturgefahren-Schutzprojekt des Kantons Glarus. Es soll bis 2030 fertiggestellt sein. Der Stollen soll die dauerhaft rutschende Erdmasse im Bereich und unterhalb des Dorfes stabilisieren.

    Kern des Projekts ist ein rund 900 Meter langer Stollen im stabilen Fels, ergänzt durch einen Seitenstollen und rund 90 Drainagebohrungen. Diese fassen Wasser aus dem Rutschgebiet und leiten es in den Stollen ab. Dadurch sinkt der Wasserdruck im Untergrund, das Erdreich gewinnt an Festigkeit und die Hangbewegung wird verlangsamt. Langfristig sollen so Menschen, Gebäude und wichtige Infrastrukturen in Braunwald sowie im Tal besser geschützt werden.

    Kommentare

    User #1828 (nicht angemeldet)

    Natürlich, der Sozkanton braucht schon wieder Geld, dass er natürlich niemals haben wird!

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