Graubünden verlängert Überwachung wegen Hirsch-Tuberkulose

Chur,
Wegen Tuberkulose-Fällen bei Hirschen im nahen Vorarlberg bleibt das Prättigau ein Überwachungsgebiet. Der Kanton Graubünden führt die Tests bei erlegten Tieren bis Ende 2027 weiter. Bisher wurde in Graubünden kein Fall nachgewiesen.

Im Jahr 2025 sei bei vier in Vorarlberg nahe der Grenze erlegten Hirschen Tuberkulose nachgewiesen worden, teilte das Bündner Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit am Dienstag mit. Einer der Fundorte liege in einem Gebiet mit intensivem Wildwechsel ins Prättigau, weshalb das Ansteckungsrisiko als hoch eingestuft werde.
Das bestehende Beobachtungsgebiet werde deshalb in Absprache mit dem kantonalen Amt für Jagd und Fischerei und dem Bund bis Ende 2027 weitergeführt. Es umfasst die Gemeindegebiete von Seewis, Grüsch, Schiers, Luzein, Küblis sowie Teile von Klosters. In diesem Perimeter müssen erlegte und tot aufgefundene Rothirsche auf die Krankheit untersucht werden.
In den Jahren 2024 und 2025 wurde in keiner der untersuchten Proben aus Graubünden Tuberkulose festgestellt. Im vergangenen Jahr wurden 94 von 255 erlegten Hirschen getestet, womit das Ziel von rund 30 Prozent erreicht wurde.
Zusätzlich zu den Tests bleibt ein seit 2016 bestehendes Verbot für die private Fütterung von Hirschen, Rehen, Gämsen und Steinwild in den Grenzgebieten zu Vorarlberg und Tirol in Kraft.



