Kritik am St. Galler Stadtrat wegen «Shopping-Day» am 1. Mai

Keystone-SDA Regional
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Stadt St. Gallen,

Die SP der Stadt St. Gallen hat in einem Vorstoss das Engagement der Stadt für die «Pick! Shopping Days» rund um den 1. Mai kritisiert. Der Tag der Arbeit stehe für den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Die Standortförderung setze aber auf «Konsum und Kommerz».

In der St. Galler Innenstadt ist der 1. Mai ein «Shopping Day». (Archivbild)
In der St. Galler Innenstadt ist der 1. Mai ein «Shopping Day». (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Der 1. Mai ist im Kanton St. Gallen kein Feiertag – im Thurgau hingegen schon. Davon profitieren unter anderem die Geschäfte in der Stadt St. Gallen. Besonders viele Besucherinnen und Besucher aus dem Nachbarkanton shoppen an diesem Tag in der Innenstadt.

Nun soll der Konsum am Tag der Arbeit mit zusätzlichen Anstrengungen gestärkt werden. Bereits zum zweiten Mal finden am 1. und 2. Mai in der Stadt St. Gallen die «Pick! Shopping Days» mit diversen Aktionen und Veranstaltungen statt.

Die städtische SP kritisiert den Anlass. Sie fordert die Stadtregierung in einem Vorstoss auf, 2027 auf die Durchführung oder die Unterstützung der «Pick! Shopping Days» zu verzichten. Der an sich begrüssenswerte Anlass, der das lokale Gewerbe stärken solle, könne ohne Weiteres an jedem anderen Tag stattfinden.

Der 1. Mai sei seit dem späten 19. Jahrhundert ein bedeutender Tag für die Arbeiterbewegung. Er stehe für den historischen Kampf für faire Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit.

Dass der Einsatz für die Rechte der Arbeiterinnen weiterhin nötig sei, zeige die Standortförderung der Stadt mit den «Pick! Shopping Days» in «zynischer Weise». Zum zweiten Mal werde ausgerechnet an einem Tag, der für Solidarität und Arbeiterrechte stehe, Konsum und Kommerz ins Zentrum gerückt.

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