Ostschweizer Gemeinden mit sehr unterschiedlichen Stromtarifen

Keystone-SDA Regional
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Stadt St. Gallen,

Die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) hat am Dienstag die Strompreise für die einzelnen Gemeinden bekanntgegeben. Insgesamt sinken die Tarife um vier Prozent. Für die Haushalte ist die Situation allerdings je nach Wohnort sehr unterschiedlich.

Strom
Die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) hat am Dienstag die Strompreise für die einzelnen Gemeinden bekanntgegeben. (Symbolbild) - Keystone

Im Mittel bezahlt ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden im kommenden Jahr 26,45 Rappen pro Kilowattstunde. Das sind 1194 Franken oder 53 Franken weniger im Jahr. So lautet die Rechnung der Elcom über alle Schweizer Gemeinden hinweg.

Ähnlich wie bei den Krankenkassenprämien sagen diese allgemeinen Angaben aber nicht viel über die Stromtarife am eigenen Wohnort aus. Die Unterschiede unter den Gemeinden sind gross. Dies zeigen verschiedene Beispiele aus der Ostschweiz. Es geht jeweils um die Preise für eine 5-Zimmerwohnung mit Elektroherd und Tumbler sowie einem Verbrauch von 4500 Kilowattstunden pro Jahr.

Am wenigsten zahlen die Einwohnerinnen und Einwohner von Rapperswil-Jona SG mit 22,96 Rappen pro Kilowattstunde. Das sind 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf der Rangliste der fünf Ostschweizer Gemeinden mit den niedrigsten Stromtarifen folgen vier Thurgauer Kommunen. In zwei dieser Thurgauer Gemeinden, Horn und Dozwil, sinken die Tarife im Vergleich zum Vorjahr um über 14 respektive um über 15 Prozent.

Niederhelfenschwil SG ist zweimal ganz oben

Auf die grössten Preisreduktionen in der Ostschweiz dürfen sich Stromkunden in Rickenbach TG (minus 18 Prozent), in Stettfurt und Thundorf TG (beide minus 17,9 Prozent) sowie in Lommis TG (minus 17,4 Prozent) freuen. Ebenfalls in die Top fünf schafft es Lütisburg SG mit 16 Prozent tieferen Strompreisen. In Rickenbach etwa kostet die Kilowattstunde noch 28,93 Rappen.

Den höchsten Stromtarif aller Ostschweizer Gemeinden weist kommendes Jahr Niederhelfenschwil im Kanton St. Gallen aus. 45,82 Rappen werden dort pro Kilowattstunde fällig, was einer Zunahme von 15 Prozent verglichen mit 2026 entspricht. Am zweithöchsten sind die Tarife in Niederbüren SG und Bischofszell TG (jeweils 41,05 Rappen pro Kilowattstunde). Es folgen Zihlschlacht-Sitterdorf und Hauptwil-Gottshaus im Thurgau.

Den höchsten Anstieg verzeichnen Niederhelfenschwil, Rebstein und Niederbüren – alles Gemeinden im Kanton St. Gallen – gefolgt von Märstetten TG und Warth-Weiningen TG. Der Anstieg beträgt zwischen 12,3 und 15 Prozent.

Kommentare

User #1855 (nicht angemeldet)

Schade dass der CH-Strommarkt nicht liberalisiert ist wie in anderen Ländern. Sie geniessen eine Monopolstellung und können heuschen was sie wollen. Unfair.

User #5711 (nicht angemeldet)

Das Teure an der Stromrechnung ist nicht der verbrauchte Strom, sondern die Netzgebühren, Gebühren für Fische?? etc

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