Stadt St. Gallen sammelt Meldungen gegen Sexismus und Rassismus

Die Stadt St. Gallen hat am Montag eine Meldeplattform gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung eingeführt. Damit können Betroffene und Beobachtende sexistische, queerfeindliche und rassistische Vorfälle anonym melden.

Die Stadt mache damit entsprechende Erfahrungen sichtbar und fördere das gesellschaftliche Bewusstsein, hiess es in einer Mitteilung vom Montag. Das Tool ersetze hingegen keine Beratung oder Anzeige.
Die Meldungen werden regelmässig ausgewertet, um Massnahmen wie verstärkte Präsenz oder Sensibilisierung vor Ort zu prüfen und umzusetzen. Weiter werden die gemeldeten Fälle einmal jährlich gesamthaft ausgewertet und in Form eines Berichts veröffentlicht.
Die Plattform wird zusammen mit den Städten Zürich, Bern, Luzern, Lausanne, Biel und Kloten genutzt. Dies ermögliche ein gemeinsames Vorgehen gegen Diskriminierung.
Das Tool soll die Bevölkerung ermutigen, hinzusehen, Vorfälle zu melden und so zu einem respektvollen Zusammenleben beizutragen. Die Massnahme steht gemäss Mitteilung im Zusammenhang mit der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und ergänze bestehende Aktivitäten der Stadt im Bereich Gleichstellung und Prävention.
Auf der Plattform stgallenschauthin.ch befinden sich auch Hinweise zu Anlaufstellen, die Unterstützung und Beratung anbieten.






