Abfallsündern droht am Engadiner die Disqualifikation

Keystone-SDA Regional
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Engadin,

Zum ersten Mal werden beim Engadin Marathon Abfallzonen eingerichtet. Die Organisatoren wollen damit dem Littering den Kampf ansagen. Wer seinen Abfall anderswo entsorgt, werde disqualifiziert, hiess es in einer Mitteilung.

Fünf Tage vor Beginn der 56. Ausgabe des Engadin Marathons liegt die Teilnehmerzahl bei über 13'000 Langläuferinnen und Läufer. (Archivbild)
Fünf Tage vor Beginn der 56. Ausgabe des Engadin Marathons liegt die Teilnehmerzahl bei über 13'000 Langläuferinnen und Läufer. (Archivbild) - Keystone/GIAN EHRENZELLER

«Die Natur ist unser Gastgeber» schrieben die Veranstalter dazu in einer Mitteilung. Im Startgelände, auf der 42 Kilometer langen Rennstrecke, im Zielbereich und in den Verpflegungszonen gibt es deshalb neu Abfallzonen. Diese seien speziell signalisiert. Am Ende des Rennens würden schliesslich sogenannte Clean Up Teams auf Skis die Strecke ablaufen und den liegengebliebenen Abfall einsammeln.

Menduri Kasper, der Geschäftsführer des Engadiners ist gespannt, wie viel Abfall so zusammenkommt, sagte er am Dienstag auf Anfrage zu Keystone-SDA. «Bei den Verpflegungsposten und im Ziel sammeln wir schon seit Jahren Abfall», betonte er weiter. Vorwiegend handle es sich dabei um Papp-Becher, die anschliessend recycelt würden. Heuer wird die Abfallsammlung ein erstes Mal auf die gesamte Strecke ausgedehnt.

Ebenfalls der Umwelt zuliebe gelte bei allen Rennen der Engadiner Marathonwoche wieder das Verbot von Fluorwachs. Wer sich nicht daran hält, werde ebenfalls mit einer Disqualifikation und einer zusätzlichen Sperre von zwei Jahren bestraft, hiess es weiter. Die Veranstalter haben hierzu Stichproben auf «dem Feld» angekündigt.

Forschende der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) veröffentlichten im vergangenen November eine Studie zu Skiwachsen mit PFAS. Trotz des Verbots wurden am Start auf dem Silsersee Konzentrationen dieser sogenannten «Ewigkeitschemikalien» festgestellt. Bereits nach zwei Kilometern war die PFAS-Menge im Schnee jedoch deutlich gesunken, da die fluorhaltige Wachsschicht durch Abrieb rasch von den Skiern verschwindet.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von PFAS sind noch nicht abschliessend geklärt. Sie werden jedoch mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht – von Organschäden bis hin zu Krebs.

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