Das Kreisgericht St. Gallen zieht an einen neuen Standort

Das Kreisgericht St. Gallen plant einen Umzug in ein renoviertes Gebäude. Frühestens 2029 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Das Kreisgericht St. Gallen wird nach einem umfassenden Umbau ins ehemalige Gebäude der Kantonalbank an der Schützengasse 1 ziehen. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Herbst 2027. Frühestens 2029 sollen sie abgeschlossen sein.
Die Stimmbevölkerung des Kantons genehmigte 2023 die Gesamtkosten von 28 Millionen Franken. Das schützenswerte Gebäude soll umfassend erneuert und umgenutzt werden, schrieb der Kanton St. Gallen am Donnerstag in einer Mitteilung.
Kreisgericht erhält modernes Gerichtsgebäude
Das Kreisgericht erhalte ein Gebäude, in dem die Bedürfnisse an einen modernen Gerichtsbetrieb sichergestellt seien und das erforderliche Sicherheitsdispositiv umgesetzt werden könne.
Den Zuspruch erhielt das Wettbewerbsprojekt «Frieden» der Bosshard Vaquer Architekten GmbH aus Zürich und Haller Ingenieure AG aus Baar ZG.
Die Jury lobte das Siegerprojekt für die «behutsame und ressourcenschonende Auseinandersetzung mit dem Bestand». Das Kreisgericht St. Gallen ist derzeit auf zwei Standorte in der Stadt St. Gallen verteilt.
Übergangslösungen unzulänglich für Kreisgerichtsbetrieb
Die Liegenschaft Bohl 1 und Neugasse 3/5 seien Übergangslösungen und unzulänglich für den Betrieb eines Kreisgerichtes, hiess es in der Mitteilung weiter.
Das Kreisgericht in St. Gallen ist das grösste der sieben Kreisgerichte des Kantons. Als erstinstanzliches Gericht behandelt es jährlich rund 3400 Gerichtsverfahren im Zivil- und Strafrecht.