Thurgau schliesst Staatsrechnung erneut mit einem Defizit

Die Rechnung 2025 des Kantons Thurgau schliesst mit einem Defizit von 6,6 Millionen Franken. Budgetiert war ein Verlust von 73 Millionen Franken. Die Abweichung ist vor allem auf höhere Einnahmen zurückzuführen.

Gegenüber dem Budget nahm der Kanton 85,5 Millionen Franken mehr an Steuern ein. Ausserdem gab es von der schweizerischen Nationalbank Mehreinnahmen von 22,6 Millionen Franken an Gewinnausschüttungen. «Am strukturellen Defizit ändern diese einmaligen Faktoren indes nichts», sagte Finanzdirektor Urs Martin laut einer Medienmitteilung des Kantons.
Zum wiederholten Mal zugenommen habe der nicht beeinflussbare Aufwand. 2025 waren es 60 Millionen Franken oder 4,5 Prozent gegenüber der Rechnung 2024. Zum Kostenwachstum tragen gemäss Mitteilung Beiträge an Gemeinden und Gemeindezweckverbände sowie an die Spitalversorgungen bei. Ebenfalls haben die Ergänzungsleistungen um 6,2 Millionen Franken oder 4 Prozent zugenommen.
Sorgen bereite dem Regierungsrat weiterhin vor allem der tiefe Finanzierungsgrad. In den kommenden Jahren stünden in den Bereichen Bildung und Justiz hohe Investitionen an. «Da die Finanzierungsrechnung auch 2025 mit einem Fehlbetrag von 95 Millionen Franken stark negativ ausfällt, beträgt der Selbstfinanzierungsgrad gerade einmal sieben Prozent», hiess es in der Mitteilung weiter.





