Die Polizei nimmt in Zürcher Milieu-Bar 15 Personen fest

Die Stadtpolizei Zürich hat am späten Mittwochabend bei einer Hausdurchsuchung in der Milieu-Bar «Neugasshof» in Zürich 15 Personen festgenommen. Es besteht der Verdacht auf Betäubungsmittelhandel im grösseren Stil.

Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um zwölf Männer und drei Frauen im Alter zwischen 25 und 71 Jahren, wie die Staatsanwaltschaft Zürich am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht des Online-Portals «Blick» bestätigte. Sie stammten aus der Schweiz, Serbien, Ungarn, Kroatien und Italien.
Die Stadtpolizei stellte mehrere hundert Gramm Kokain, mehrere Kilogramm Cannabisprodukte, eine grössere Menge Bargeld, eine Faustfeuerwaffe samt Munition sowie elektronische Beweismittel sicher.
Eine Person wurde laut Staatsanwaltschaft nach einer Befragung durch die Stadtpolizei wieder entlassen, 14 Personen befinden sich zurzeit in Polizeigewahrsam.
Kein Zusammenhang mit vermisstem Mann aus dem Milieu
Der Polizeieinsatz stehe nicht im Zusammenhang mit einem vergangener Woche in der ZDF-Fernsehsendung «Aktenzeichen XY» ausgestrahlten Fall. Dort wurde nach einem Vermissten aus dem Zürcher Milieu gesucht, der im Juli 2023 spurlos verschwunden war.
Der damals 46-Jährige arbeitete im «Neugasshof», einem berühmt-berüchtigten Milieu-Lokal im Zürcher Langstrassenquartier. Zuletzt gesehen wurde der Montenegriner, als er vor dem Lokal in das Auto eines Bekannten stieg. Die Fahrt soll in Olten geendet haben. Der Fahrer verliess die Schweiz im August 2023 und soll sich in der Türkei aufhalten.






