Donald Trump: Das sind die absurdesten Aussagen seiner WEF-Rede

Karin Aebischer
Karin Aebischer

Prättigau,

Nebst den abschätzigen Bemerkungen gegenüber Bundesrätin Karin Keller-Sutter enthielt die Rede von Donald Trump am WEF noch einige andere Kuriositäten.

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Trump sorgt mit seinen Aussagen am WEF mehrfach für Stirnrunzeln. Weiss er nicht, dass die Mehrheit der Schweizer Deutsch spricht? - youtube/@wef

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump liess mit seiner Rede am Mittwoch am WEF in Davos so machen sprachlos zurück.
  • Er verspottete nicht nur Karin Keller-Sutter, sondern auch Emmanuel Macron.
  • Zudem verwechselte er Island mit Grönland und schockierte mit Unwissen.

Trumps Rede am Mittwoch am WEF in Davos wurde mit Spannung erwartet. Zwar blieb die Kriegserklärung an Grönland aus, doch der US-Präsident schockierte mit zahlreichen anderen Aussagen.

So verspottete er nicht nur Bundesrätin Karin Keller-Sutter, sondern auch den französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Dieser trat am WEF wegen einer Augenentzündung stets mit schicker Piloten-Sonnenbrille auf.

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Nutzte seine Rede für Spitzen gegen die USA: Emmanuel Macron. Und prompt schoss Trump zurück. - Youtube / @wef

Dass sich Macron derart in Szene setzte, scheint Donald Trump nicht zu gefallen. «Ich habe ihn gestern mit dieser schicken Sonnenbrille beobachtet. Was zum Teufel ist da passiert?», fragte Trump in den Saal.

Gleichzeitig warf er Macron vor, bei den Verhandlungen zu den Medikamentenpreisen eine «harte» Haltung einzunehmen.

Donald Trump: Kennt er die Sprachen Europas?

Stirnrunzlen warf auch folgende Aussage auf: Wenn die USA im Zweiten Weltkrieg nicht gewesen wären, würden «Sie jetzt alle Deutsch und ein bisschen Japanisch sprechen», sagte Donald Trump zum WEF-Publikum.

Adressierte er diese Aussage an die Europäer oder konkret an die Schweizer? Das kommt nicht klar heraus.

Im Netz wird Trump jedenfalls dafür verspottet, nicht zu wissen, dass in der Schweiz die Mehrheit der Menschen Deutsch spricht.

Ist Trump in seiner Rede am WEF zu weit gegangen?

Aus seiner Aversion gegen Windkraftanlagen machte er ebenfalls keine Hehl. Wer Windräder zur Stromproduktion einsetze, der sei ein «Verlierer», fand Trump.

Jedes Land, das diese Politik betreibe, müsse mit «geringerem Wirtschaftswachstum, niedrigerem Lebensstandard, niedrigeren Geburtenraten, verstärkter sozial problematischer Migration und deutlich kleineren Streitkräften» rechnen.

Weiter sagte er: «China stellt fast alle Windräder her. Und doch habe ich in China keine Windparks gefunden.» China sei sehr klug, weil es Windräder an dumme Leute verkaufen würde und selbst keine nutzen würde.

Das ist jedoch falsch. In China wird in absoluten Zahlen so viel Windenergie erzeugt wie in keinem anderen Land der Welt.

Grönland oder Island?

Zudem sprach Trump von einem Moment auf den anderen von Island – statt von Grönland. Und das gleich mehrfach.

«Ich habe der Nato immer geholfen, und sie mochten mich – bis ich sie kürzlich auf Island angesprochen habe.»

Und er fuhr sogleich fort: «In Island sind sie nicht für uns da. Unsere Aktienmärkte sind wegen Island zusammengebrochen, Island hat uns schon eine Menge Geld gekostet.»

Trump scheint nicht bemerkt zu haben, dass er die Länder verwechselte. Oder will er nun Island statt Grönland?

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