Ein vielleicht verpasster Rekordtiefstand am Bodensee

    Keystone-SDA Regional
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    Frauenfeld,

    Wegen des stetig sinkenden Bodenseepegels ist möglicherweise in Berlingen TG ein Rekordtiefstand verzeichnet worden. Vorläufig lässt sich dies aber nicht klären: In der entscheidenden Phase funktionierte die Messstation nicht.

    Der Pegelstand des Untersees liegt wie hier in Mannenbach-Salenstein TG tief. Ob Rekordwerte erreicht wurden, ist vorläufig noch offen. (Archivbild)
    Der Pegelstand des Untersees liegt wie hier in Mannenbach-Salenstein TG tief. Ob Rekordwerte erreicht wurden, ist vorläufig noch offen. (Archivbild) - KEYSTONE/EPA/GIAN EHRENZELLER

    Durch Hitze und Trockenheit hat sich der Pegel des Bodensees in den letzten Wochen stetig gesenkt. Besonders sichtbar ist diese Entwicklung am Untersee. Boote können nicht gewassert werden, das Ufer ist viel breiter geworden. Stellenweise zeigt sich ein neuer Sandstrand. Für Badende wurde der Weg zum Wasser immer länger.

    Sind mit dem tiefen Pegelstand Rekorde gebrochen worden? Die Beantwortung dieser Frage ist schwieriger als erwartet. Der Bund misst den Wasserstand am Untersee jeweils in Berlingen TG. Die Webseite mit den hydrologischen Daten informiert auch über historische Pegelstände. Danach wurde dort der tiefste Wert am 14. Januar 1949 gemessen, nämlich 394,31 Meter.

    Diesem Wert näherte sich der Wasserstand in den letzten Wochen Schritt für Schritt an. Am Donnerstag, 13. August, lag der Pegel bei 394,34 Meter, also noch drei Zentimeter über dem historischen Tiefststand. Danach blieb es in der Region bis mindestens Sonntagabend weitgehend trocken. Wurde ein neuer Rekord registriert?

    Messung fällt aus

    Dies lässt sich vorläufig nicht feststellen. Ab dem 14. August fiel nämlich die Messung aus. «Aufgrund technischer Probleme stehen zurzeit keine aktuellen Messdaten zur Verfügung», stand auf der Webseite. Erst ab dem 18. August gibt es wieder Daten. Der Stand nach den Regenfällen vom Sonntagabend und Montag betrug 394,33 Meter. Bis Donnerstagvormittag stieg das Wasser wieder auf 394,36 Meter an.

    Was geschah während des Ausfalls der Messung? Mehrere Nachfragen beim Bundesamt für Umwelt helfen nicht weiter. Man wisse nicht, ob die Daten rund um das Wochenende verloren seien, heisst es gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Ursache für das Problem mit der Messung kenne man «derzeit nicht genau». Zumindest vorläufig gilt damit weiterhin der Stand vom Januar 1949 als Tiefstwert.

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