Keine Baubewilligung: Wirbel um Mobilfunkantenne in Kreuzlingen TG

Für eine Mobilfunkantenne liegt in Kreuzlingen TG keine Baubewilligung vor. Die Stadt spricht von «wenig Sensibilität».

Das Wichtigste in Kürze
- Gegen die Antennenanlage an der Burgstrasse in Kreuzlingen TG sind hunderte Einsprachen eingegangen.
- Trotz des laufenden Verfahrens wollte die Bauherrschaft mit Vorbereitungsarbeiten beginnen.
- Die Stadt stoppte diese jedoch.
Stefan Zbornik vom Verein strahlungsfreies Kreuzlingen spricht von 400 Einsprachen, darunter eine Sammeleinsprache mit 380 Unterschriften gegen die Antennenanlage an der Burgstrasse.
«Neben den vielen Bewohnern befinden sich auch noch ein Behindertenheim und ein Montesori-Kinderhaus im Quartier. Ebenso die Kindergärten Burg und Remisberg sowie das dortige Schulhaus.»
Umso erstaunter waren die Anwohnerinnen und Anwohner, als am Montagmorgen ein Last- und mehrere Lieferwagen anfuhren, beladen mit Material für die Vorbereitungsarbeiten.
«Wir haben die Aktion beendet, weil für die Realisierung der Anlage keine Baubewilligung vorliegt, sondern das Einspracheverfahren noch läuft», erklärt Stadtrat Ernst Zülle.

Er bezeichnet die Aktion der Bauherrschaft als «nicht sehr sensibel und man hat die Anwohnenden unnötig provoziert», hält er fest. Für die Stadt sei klar, dass zu diesem Zeitpunkt «keine Werkzeuge zur Hand genommen werden sollen».
Ernst Zülle bezeichnet die Einsprachen als sehr detailliert und wissenschaftlich begründet. Die Bauverwaltung werde natürlich alle nach dem Baurechtsverfahren prüfen, für einige Fragen sei aber auch der Kanton zuständig. Der Stadtrat entscheide erstinstanzlich.
Aber das könne dauern: «Die Beantwortung der Einsprachen wird aufgrund der Komplexität und der Masse einige Zeit in Anspruch nehmen.»
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Kreuzlinger Nachrichten» erschienen.






