Magdalena Martullo-Blocher sehnt sich nach Graubünden

Chur,
SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher ist Zürcherin. Ihr Herz schlägt aber für Graubünden, wie sie nun verrät.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Kanton Graubünden steht Magdalena Martullo-Blocher näher als «die linke Stadt Zürich».
- Ihren Wohnsitz kann die Zürcherin aber nicht nach Graubünden verlegen.
- Für ihr Amt als Nationalrätin müsste sie sich ausgerechnet von Graubünden verabschieden.
Sie hat einen breiten Zürcher Dialekt. Mit ihrer Familie wohnt sie seit vielen Jahren in Meilen an der Zürcher Goldküste. Ihr Vater, SVP-Doyen Christoph Blocher, residiert in der Nachbargemeinde, in einem Anwesen hoch über Herrliberg. In der Region Zürich ist Magdalena Martullo-Blocher stark verwurzelt.
Trotzdem vertritt sie im Nationalrat den Kanton Graubünden. Damit verbindet die Zürcherin vor allem ihr Business.
Die SVP-Nationalrätin ist Chefin der EMS Chemie, die ihren Hauptsitz im bündnerischen Domat/Ems hat. Nun verrät die 56-Jährige aber, dass ihr Herz mehr für Graubünden als für den Hauptort ihres Kantons schlägt.
«Wählte ich Graubünden»
Anlass ist der Eröffnungsabend von Graubünden, dem diesjährigen Gastkanton am Zürcher Sechseläuten. Sie sei stolz auf Graubünden in Zürich, sagt Martullo-Blocher zu «TeleZüri».
Damit aber nicht genug. «Wenn ich wählen müsste zwischen der Stadt Zürich oder Graubünden, wählte ich Graubünden», sagt sie überzeugt.
Wie bitte?
Die Stadt Zürich sei zwar mit See und Bergen schön, sagt Magdalena Martullo-Blocher auf Anfrage von Nau.ch. «Der Kanton Graubünden ist aber noch vielfältiger und landschaftlich noch eindrucksvoller.»
An Graubünden schätze sie auch die Ruhe und Freiheit in der Natur. Aber auch politisch punktet Graubünden mehr. «Politisch steht mir der Kanton Graubünden definitiv näher als die linke Stadt Zürich!»
«Steuerlich interessanter»
Den Wohnsitz kann sie aber nicht nach Graubünden verschieben.
Ihre Familie lebe im Kanton Zürich, sagt die Nationalrätin. Zudem merkt Magdalena Martullo-Blocher an, dass sich Künzli Schuhe, die Firma ihres Mannes, im Zürcher Unterland befinde. Deshalb werde ihnen der Wohnort in Graubünden nicht anerkannt. «Steuerlich wäre Graubünden aber interessanter.»
Will die Zürcherin weiterhin im Nationalrat bleiben, müsste sie sich jedoch ausgerechnet von ihrem Lieblingskanton verabschieden. Stattdessen müsste sie sich klar für Zürich entscheiden.
Magdalena Martullo-Blocher für Zürich?
Denn: Wegen des geringen Bevölkerungswachstums verliert der Kanton Graubünden bei den Wahlen 2027 einen seiner fünf Sitze. Dank ihrem Wohnsitz im Kanton Zürich könnte sie für diesen als Nationalratskandidatin antreten.
Domenik Ledergerber würde dies begrüssen.
Der Präsident der SVP Kanton Zürich bezeichnete Martullo-Blocher als renommierte Politikerin und sehr gute Unternehmerin. Für den Wirtschaftskanton Zürich würde dies seiner Meinung nach sehr gut passen, sagte er im August 2025.












