Rehkitz stirbt nach Hundebiss - St. Galler Hundehalterin bestraft

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Stadt St. Gallen,

An einem Waldrand bei St. Gallen hat eine Hündin ein Rehkitz gewittert und das kleine Tier gebissen. Das Rehkitz starb wenig später. Die Hundehalterin musste sich vor der Staatsanwaltschaft verantworten und erhielt einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tierquälerei.

Eine Hündin witterte ein Rehkitz, lief auf das Tier zu und biss es. (Symbolbild)
Eine Hündin witterte ein Rehkitz, lief auf das Tier zu und biss es. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Nachdem sie ihr Auto bei einem Wald parkiert hatte, liess eine Frau aus St. Gallen ihre Hündin ohne Leine aus dem Fahrzeug. «Plötzlich» witterte die Hündin ein Rehkitz und lief auf dieses zu, heisst es in einem rechtskräftigen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen. Die Hundebesitzerin sah, wie das Tier auf der Wiese ein Rehkitz biss.

«Das Rehkitz erlitt Verletzungen am Hinterlauf und wurde kurze Zeit später – an einer anderen Örtlichkeit – tot aufgefunden», schreibt die Staatsanwaltschaft weiter. Weil damals noch Brut- und Setzzeit war, hätten Hunde in Wäldern und am Waldrand stets an der Leine geführt werden müssen.

Wäre die Hündin angeleint gewesen, hätte sie gemäss der Staatsanwaltschaft kein anderes Tier beissen können. Die Frau sei ihrer Sorgfaltspflicht als Hundehalterin nicht genügend nachgekommen.

Halterin muss 1000 Franken bezahlen

Zur fahrlässigen Tierquälerei kommt das fahrlässige Wildernlassen eines Hundes hinzu, wie aus dem Strafbefehl hervorgeht. Eine Busse gibt es zudem, weil die Frau ihre Hündin nicht wie vorgeschrieben in der Hundedatenbank «Amicus» registrierte beziehungsweise nicht anmeldete, nachdem sie das Tier übernommen hatte.

Für die fahrlässige Tierquälerei spricht die Staatsanwaltschaft eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 70 Franken aus. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Obendrauf kommt eine Busse von 300 Franken.

Insgesamt 300 Franken Busse werden zudem für die fehlende Registrierung bei «Amicus» sowie für das Wildernlassen des Hundes fällig. Zusammen mit weiteren Gebühren hat die Frau 1000 Franken zu bezahlen.

Kommentare

User #4832 (nicht angemeldet)

Viele Hunde die in die Hundeschule müssen wirken öfter aggressiver als Hunde die nicht in eine Hundeschule müssen…..In Hundeschulen soll es ja angeblich immer mehr sehr gut ausgebildete fachexpertliche Hundeflüsterer geben hat man mal gehört

User #2574 (nicht angemeldet)

Regeln die sind einzuhalten wers nicht beachtet der bekommt Ärger.

Mehr aus St. Gallen

Stiftsbibliothek St. Gallen
3 Interaktionen
Briten staunen
Unfall A15
3 Interaktionen
Neuhaus SG
Vom Bürostuhl zum «Fellmoment»
2 Interaktionen
26 Jahre im Büro

Mehr aus Ost

TBW
«Gemeinden in Seenot»
St. Margrethen
472 Interaktionen
Rheintal SG