SVP: Diana Gutjahr – Einbruch-Post sorgt für rassistische Kommentare

Redaktion
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Bodensee,

In der Nacht auf Sonntag wurde in das Geschäft von SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr eingebrochen. Unter ihrem FB-Post dazu sammeln sich rassistische Kommentare.

SVP Diana Gutjahr
SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr – an Pfingsten wurde in ihr Geschäft eingebrochen, ihr Post dazu löste eine Welle rassistischer Kommentare aus. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nacht auf Pfingstsonntag wurde in das Geschäft von Diana Gutjahr eingebrochen.
  • Die SVP-Nationalrätin postete Bilder des Schadens auf Facebook.
  • Kommentare unter dem Post machen ohne Grundlage ausländische Täter verantwortlich.

Ein demoliertes Büro, ein eingeschlagenes Fenster und ein Schild, das offenbar niemanden abgeschreckt hat: SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr teilte am Pfingstsonntag auf Facebook Bilder eines Einbruchs in ihr Geschäft in Romanshorn TG.

«Ich weiss nicht wie oft wir in den letzten Jahren Besuch hatten. Es ist einfach nur ärgerlich», schrieb die Thurgauerin dazu. Sie dankte der Polizei sowie ihren Mitarbeitern, die sofort zur Stelle waren und beim Aufräumen halfen.

Sollte SVP-Gutjahr ihre Kommentare auf Facebook moderieren?

Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei ein Schild, das im Eingangsbereich des Gebäudes angebracht ist. «Liebe Einbrecher – ausser viel Arbeit finden Sie in unseren Räumen nichts!! kein Geld vorhanden!» steht darauf zu lesen.

Gutjahr selbst fragte trocken, ob der Täter das Schild überhaupt verstanden habe.

SVP-Fans offenbaren bekanntes Muster

Die Antwort vieler ihrer Follower fiel eindeutig aus – und offenbarte ein bekanntes Muster. Zahlreiche Kommentare unter dem Post machten pauschal ausländische Staatsangehörige für den Einbruch verantwortlich – ohne jegliche Grundlage.

Manche tarnten die Botschaft noch als einen fragwürdigen Witz: «Versuch mal eine andere Sprache, dann wird es evtl. klappen», schrieb ein Nutzer. Ein anderer meinte: «Das sind unsere Fachkräfte, wo wir noch zu wenig da haben.»

Andere machten keinen Hehl aus ihrer Gesinnung: «Die ausländischen Fachkräfte aus Marokko, Rumänien usw. können kein Deutsch.»

Jemand schlug vor, das Schild «auf französisch und mit Bilder» zu gestalten. Darauf antwortete ein weiterer Nutzer mit einem offen rassistischen Ausdruck.

Ein weiterer Kommentator befand, dass die «Arsch****** eh kein Deutsch verstehen» würden.

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