Appenzellerland

    Trainerhosen-Appenzeller spaziert über Zugbrücke

    Rowena Goebel
    Rowena Goebel

    Herisau,

    Eine Gestalt in Trainerhosen sorgt in Appenzell für Zug-Verspätungen – weil sie trotz Gefahr eine Zugbrücke betritt.

    herisa
    Trotz der Gefahr: Seelenruhig spaziert der Mann in Herisau AR über die Zug-Brücke. - Facebook/René A. Da Rin

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zugbrücken dürfen von Fussgängern nicht betreten werden. Einem Mann in Herisau AR herzlich egal.
    • Er spaziert dort entspannt über das Glattal-Viadukt – die Südostbahn muss intervenieren.
    • Als ein Mitarbeiter fünf Minuten bei der Brücke eintrifft, ist der Mann jedoch bereits wieder verschwunden.

    Ein Appenzeller traut seinen Augen kaum: Seelenruhig spaziert ein Mann in Trainerhosen in Herisau AR über das Glattal-Viadukt – eine Zugbrücke, versteht sich!

    Ein Foto des Zwischenfalls veröffentlicht er in einer lokalen Facebook-Gruppe.

    Als ein Zug von der Ostschweizer Bahngesellschaft Thurbo die Brücke befährt, wird auch der Lokführer auf ihn aufmerksam.

    «Unser Lokführer hat die gefährliche Situation festgestellt und umgehend die Betriebszentrale der Südostbahn informiert. Diese ist für den gesamten Zugsverkehr auf der Strecke verantwortlich», sagt Thurbo-Sprecher Christian Baumgartner zu Nau.ch.

    Strecke muss kurz gesperrt werden

    Mit Folgen: Der Fahrdienstleiter der Betriebszentrale bei der Südostbahn (SOB) sperrt den betroffenen Streckenabschnitt «unverzüglich», berichtet Sprecherin Tina Laubscher auf Anfrage.

    Der Mann wird am Samstagabend zwischen Herisau und Schachen gesichtet. Vorübergehend dürfen dort keine weiteren Züge verkehren.

    «Die Betriebszentrale hat ausserdem die Polizei und das Interventionsteam der SOB aufgeboten», sagt Laubscher.

    Trainerhosen-Appenzeller nach fünf Minuten verschwunden

    Ein Mitarbeiter des Interventionsteams, der im Dienst ist, rückt sofort nach der Meldung aus. «Bei seinem Eintreffen beim Viadukt rund fünf Minuten später war keine Person mehr vor Ort», so die Sprecherin.

    «In Absprache mit der Polizei wurde der Einsatz anschliessend beendet und die Strecke wieder freigegeben.»

    Eine Zugbrücke betreten ...

    Immerhin: Da sich der Trainerhosen-Träger nur kurze Zeit auf der Zugbrücke aufhält, gibt es keine grossen Auswirkungen auf den Fahrplan.

    «Die zwei nachfolgenden Züge verkehrten mit rund fünf Minuten Verspätung», sagt die SOB-Sprecherin.

    Kommentare

    User #2856 (nicht angemeldet)

    Mit Trainerhosen kann man in der Schweiz überall herumlaufen. Ich sehe keine Probleme.

    User #1857 (nicht angemeldet)

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