Wasserhose war schon die zweite innert kurzer Zeit

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Rorschach,

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen gab es eine Wasserhose auf dem Bodensee. Im Normalfall taucht das seltene Phänomen erst im September auf.

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Eine Wasserhose fegt über den Bodensee hinweg. - Quelle: instagram @blaulichtreportsuedschwaben

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Mittwoch bildete sich über dem Bodensee eine Wasserhose.
  • Bereits vor wenigen Wochen war das seltene Phänomen zu beobachten.
  • Über dem Bodensee gibt es jährlich zwei bis drei Wasserhosen, meist aber erst im September.

Am Mittwochnachmittag gab es über dem Bodensee eine Wasserhose. Rund 20 Minuten lang wirbelte der Tornado gut sichtbar über das Wasser. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Spektakel, denn Wasserhosen sind selten.

Auf dem Bodensee war es aber schon die zweite innert kurzer Zeit: Vor rund drei Wochen gab es vor Lindau bereits eine Wasserhose. Diese blieb rund fünf bis zehn Minuten, bevor sie sich wieder auflöste.

Wie der «Deutsche Wetterdienst» gegenüber «SWR» mitteilt, treten jährlich rund zwei bis drei Wasserhosen am Bodensee auf. Meist jedoch erst im September, wenn die Bedingungen für die Entstehung eher erfüllt sind. Wegen der Hitzewelle im Juni und der aktuellen Kaltfront können Wasserhosen bereits jetzt beobachtet werden.

Wie «SRF» erklärt, braucht es für Wasserhosen drei Bedingungen: eine warme Wasseroberfläche, schwache Winde in unterschiedliche Richtungen und eine instabile Atmosphäre mit kalter Luft in der Höhe.

Eine instabile Atmosphäre ist dann vorhanden, wenn die Luft am Boden warm und in der Höhe kalt ist. In diesem Fall steigt die Luft gut auf, es werden Wolken und Gewitter gebildet, die weitere Luft von unten ansaugen.

Schwimmer sollten sich von Wasserhose fernhalten

Ist das Wasser warm genug, wird die Luft stark angefeuchtet. Das Wasser kondensiert beim Aufsteigen und wird als Rüssel sichtbar.

Hast du schon einmal eine Wasserhose gesehen?

Verletzte gab es bei den beiden Wasserhosen auf dem Bodensee keine. In der Regel ist die Gefahr auch eher klein. Der «Deutsche Wetterdienst» rät kleinen Booten und Schwimmern, sich dennoch von dem Tornado zu entfernen. Denn die Windgeschwindigkeiten können bis zu 100 Stundenkilometer erreichen.

Grossen Schiffen dürfte dies kaum etwas ausmachen. Dennoch entfernen auch sie sich, wenn möglich, von Wasserhosen.

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