WEF: Chef Brende traf Epstein mehrmals, stritt es aber ab

Sina Barnert
Sina Barnert

Prättigau,

Auch das WEF ist in den Skandal rund um Jeffrey Epstein verstrickt. Chef Børge Brende traf den Sexualstraftäter mehrmals, bestritt das aber zuerst.

WEF Brende Epstein
Trafen sich mehrmals: Børge Brende, Chef des WEF (l.) und der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (r.). - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • WEF-Chef Børge Brende unterhielt bis 2019 eine Beziehung zu Jeffrey Epstein.
  • Lange behauptete er, nichts mit dem Sexualstraftäter zu tun gehabt zu haben.
  • Das WEF hat eine interne Untersuchung eingeleitet, es gibt widersprüchliche Aussagen.

Die Affäre rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zieht weitere Kreise.

Nach Royals und Milliardären sowie Exponenten aus Politik und Wirtschaft gerät nun auch das WEF in den Fokus des Skandals. Denn: Es gab mindestens drei Abendessen zwischen WEF-Chef Børge Brende und Jeffrey Epstein.

Und zwar lange, nachdem Epstein bereits wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen 2008 ins Gefängnis musste. Zudem bezeichnete er den Sexualstraftäter als «meinen Freund».

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Mehr noch: Brende unterhielt einen regen SMS-Verkehr mit Epstein. Er lobte ihn zudem als «brillanten Gastgeber». Und diskutierte mit ihm Pläne für das WEF.

Brende sagte über Beziehung zu Epstein nicht die Wahrheit

Doch noch im November beteuerte Brende gegenüber der norwegischen Zeitung «Aftenposten», nichts mit Epstein zu tun gehabt zu haben.

Die Epstein-Files belegen jedoch: Brende hat bezüglich seines Kontakts mit Epstein die Unwahrheit gesagt.

Allein 2018 und 2019 – im Jahr von Epsteins Verhaftung – tauschten sie 27 Nachrichten aus. Ausserdem gab es drei dokumentierte Abendessen in der Villa des Sexualstraftäters in New York.

WEF leitet Untersuchung ein

Damit konfrontiert räumt Brende gegenüber «Aftenposten» ein, dass seine Darstellung der Beziehung nicht korrekt war. Er habe die Frage damals «anders verstanden». Und: «Ich hätte Epsteins Vergangenheit genauer prüfen sollen.»

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«Ich bedaure zutiefst, dass ich es nicht getan habe.» Von Epsteins Straftaten will der Chef des WEF jedoch nichts gewusst haben.

Ob das stimmt, soll eine interne Untersuchung des WEF nun zeigen. Sie will klären, wie eng der Kontakt zwischen Brende und Epstein tatsächlich war, schreibt die «NZZ».

Wusste Klaus Schwab Bescheid?

Bekannt ist: Als die Kontakte zu Epstein am Freitag bekannt wurden, meldete sich Brende beim Stiftungsrat des WEF. Und räumte Fehler ein.

Gleichzeitig soll er aber angegeben haben, seine Vorgesetzten beim WEF über seine Beziehung zu Epstein informiert zu haben. Und zwar nach dessen Verhaftung 2019.

Klaus Schwab WEF
Hat Klaus Schwab, Gründer des WEF, von Brendes Beziehung zu Epstein gewusst? Er sagt: Nein. - keystone

Eine Darstellung, der WEF-Gründer Klaus Schwab im «Blick» widerspricht. Er sei nie über einen Kontakt zwischen Brende und Epstein informiert worden.

Schwab erklärt: «Ich hätte das niemals gutgeheissen.» Denn schon damals habe man gewusst, dass man sich von Epstein habe fernhalten müssen.

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