Zwei weitere Festnahmen in St. Gallen nach Telefonbetrug

In der Stadt St. Gallen sind ein 27-jähriger Schweizer und eine 27-jährige Bosnierin festgenommen worden. Ihnen wird die Beteiligung an einem Telefonbetrug vorgeworfen. Am Dienstag hatte die Polizei bereits in ähnlichen Fällen die Verhaftung von vier Männern gemeldet.

Aktuell stellt die St. Galler Kantonspolizei eine Zunahme der Fälle mit Telefonbetrügereien fest. Die Deliktsummen sind teilweise sehr hoch. Seit Anfang August erbeuteten die Banden allein im Kanton St. Gallen geschätzte 750'000 Franken. In einem kürzlich bekanntgewordenen Einzelfall war es eine Viertelmillion Franken.
Immer wieder gelingt es aber, Mitglieder der Organisation beim Abholen der deponierten Gelder zu schnappen. Bedingung ist allerdings, dass die Opfer den Betrug rechtzeitig melden. So geschah es im Fall, über den die Polizei am Mittwoch informierte.
Einer 87-jährigen Frau hatten die Täter am Telefon angegeben, dass angebliches Falschgeld bei der Schweizerischen Nationalbank überprüft werden müsse. Die Frau hob danach rund 15'000 Franken bei der Bank ab.
Der Betrugsversuch wurde aber vor der Deponierung des Geldes der Polizei gemeldet. Am vereinbarten Ort konnten ein Schweizer und eine Bosnierin festgenommen werden. Nun wird abgeklärt, ob sie an weiteren Delikten beteiligt waren.
Bei den am Dienstag gemeldeten Fällen waren zwei Ukrainer und zwei Franzosen ebenfalls beim Abholen des ergaunerten Bargeldes erwischt worden.






