Der Ostschweizer Arbeitsmarkt zeigt sich weitgehend stabil

    Keystone-SDA Regional
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    Stadt St. Gallen,

    Die Arbeitslosenquoten in den Ostschweizer Kantonen haben sich für den September im Vergleich zum Vormonat nur leicht verändert. In St. Gallen sank die Quote um 0,1 Prozent, während sie im Thurgau verharrte. Gemäss dem dortigen Amt für Wirtschaft und Arbeit hellen sich die wirtschaftlichen Aussichten etwas auf.

    Die Arbeitslosenquoten in den Ostschweizer Kantonen haben sich kaum verändert. Der Thurgau etwa vermeldet, dass sich die dortigen Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen «robus...
    Die Arbeitslosenquoten in den Ostschweizer Kantonen haben sich kaum verändert. Der Thurgau etwa vermeldet, dass sich die dortigen Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen «robus... - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

    Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton St. Gallen waren Ende September 11'251 Personen zur Stellensuche gemeldet, wie das St. Galler Volkswirtschaftsdepartement am Dienstag in einer Mitteilung schrieb. Die Zahl der gemeldeten Stellensuchenden lag somit 3,9 Prozent über dem Vorjahreswert und 0,4 Prozent tiefer als im Vormonat.

    Zu den Stellensuchenden werden auch alle gezählt, die an Weiterbildungs- oder Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienst leisten sowie jene, die nur Vermittlungsleistungen von regionalen Arbeitsvermittlungszentren in Anspruch nehmen.

    Von den über 11'000 Stellensuchenden waren 5768 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind gemäss dem Volkswirtschaftsdepartement 425 mehr als vor Jahresfrist und 41 weniger als Ende August. Offene Stellen gab es 3955.

    Auf die Arbeitslosenquote wirkten sich diese Veränderungen kaum aus. Betrug diese für den Kanton St. Gallen im August noch 2,1 Prozent, lag sie im September bei 2,0 Prozent. Der Schweizer Durchschnitt war bei 3,0 Prozent.

    Mehr Stellensuchende im Dienstleistungssektor

    Für einzelne Wirtschaftsbranchen zeigt sich im Kanton St. Gallen grob folgendes Bild: In der Industrie, dem verarbeitenden Gewerbe oder auf dem Bau gab es im Vergleich zum Vorjahr tendenziell weniger Stellensuchende. Ausnahmen bildeten die metallverarbeitende Industrie sowie der Sektor Fahrzeugbau.

    Im Dienstleistungssektor stieg die Zahl der Stellensuchenden gemäss dem St. Galler Volkswirtschaftsdepartement um gesamthaft 8,0 Prozent. Im Gesundheits- und Sozialwesen beispielsweise wurde ein Plus von 21,7 Prozent verzeichnet.

    Arbeitslosigkeit im Gesundheitswesen steigt

    Im Thurgau verharrte die Arbeitslosenquote gemäss einem Communiqué des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit im September derweil bei 2,2 Prozent. Dabei ist die Zahl der Arbeitslosen leicht angestiegen, während die Zahl der gemeldeten offenen Stellen deutlich zunahm.

    Konkret waren bei den Thurgauer RAV 3558 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 54 mehr als im August.

    Die Stellensuchendenquote zeigte sich mit 4,5 Prozent ebenfalls unverändert, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit weiter schrieb. Insgesamt waren 7155 Personen als stellensuchend registriert, 28 mehr als im Vormonat.

    Einen saisonalen Rückgang verzeichnete das Baugewerbe. Weniger Arbeitslose gab es auch in der Kunst, Unterhaltung und Erholung, bei den sonstigen Dienstleistungen sowie bei Glas, Keramik und Zementwaren.

    Deutlich zugenommen habe die Arbeitslosigkeit hingegen im Gesundheits- und Sozialwesen. Dieser Anstieg während der Sommermonate lässt sich im Wesentlichen auf saisonale Effekte wie Ausbildungsabschlüsse zurückführen, hiess es im Communiqué des Kantons Thurgau weiter.

    Bessere Aussichten für die Wirtschaft

    Das Thurgauer Amt für Wirtschaft und Arbeit schrieb weiter, dass sich die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft verbessert hätten. Es verwies auf Zahlen des KOF Instituts der ETH Zürich, welches seine Wachstumsprognosen für 2026 auf 1,9 Prozent erhöht habe.

    «Die positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Unternehmen im Thurgau», schrieb der Kanton weiter. Die Voranmeldungen für Kurzarbeit seien auf den tiefsten Stand des Jahres gesunken. Die Firmen entwickelten sich trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen «robust».

    Innerrhoden mit tiefster Arbeitslosenquote

    Wie in den Kantonen St. Gallen und Thurgau lag auch in den beiden Appenzell die jeweilige Arbeitslosenquote für den September deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Verglichen mit dem Vormonat sank diese von 1,6 auf 1,5 Prozent, teilte der Kanton Appenzell Ausserrhoden mit. Die Zahl der arbeitslosen Personen ging somit von 477 auf 455 Personen zurück.

    In Innerrhoden war die Arbeitslosenquote weiterhin bei tiefen 0,8 Prozent, wie aus den aktuellen Daten des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervorgeht. Kein anderer Kanton konnte für den September eine tiefere Quote vorweisen.

    Der Kanton Graubünden hat im September derweil 1237 Arbeitslose verzeichnet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 1,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat hat sich die Zahl nicht verändert. In Glarus stieg sie gemäss dem Seco leicht, von 1,6 auf 1,7 Prozent.

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