Ems-Chemie erhöht Umsatzprognose für 2026

Der Spezialchemiekonzern Ems hat in den ersten neun Monaten 2026 etwas mehr umgesetzt. Das Unternehmen trotzte der schlechten Konjunktur mit vielen Neugeschäften. Die Jahresprognose für den Umsatz wird angehoben.

Wie das von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz in den Monaten Januar bis September um 1,2 Prozent auf 1,51 Milliarden Franken.
Dabei schmälerten Währungseffekte die Verkäufe um 3,0 Prozent. Damit hat sich der Gegenwind von den Währungen etwas abgeschwächt: Im ersten Halbjahr hatte der starke Schweizer Franken den Umsatz noch um 5,2 Prozent gedrückt.
Auf der anderen Seite hat die Ems-Chemie ihre Verkaufspreise erhöht. Man habe damit die gestiegenen Rohstoffkosten zeitnah kompensiert.
Damit wurden die Vorgaben von Analysten leicht übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,50 Milliarden Franken gerechnet.
Gedämpfter Automarkt
Den mit rund 60 Prozent grössten Teil des Umsatzes erzielt Ems-Chemie mit Polymeren, aus denen Autoteile gefertigt werden. Die Autoindustrie sei weltweit rückläufig, hielt Ems hierzu fest. Gleichzeitig habe die Ems aber erneut zahlreiche und hochmargige Neugeschäfte realisiert.
Erfreulich ausgefallen sei insbesondere die Nachfrage nach energie- und kostensparenden Gesamtlösungen. Zudem habe sich die Ems zahlreiche zukünftige Wachstumsfelder wie E-Autos, Robotics oder Datenzentren erschlossen.
Gewinnzahlen gibt das Unternehmen zum dritten Quartal jeweils nicht bekannt.
Ems-Chemie erhöht zudem die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026. Bisher hatte der Konzern einen Nettoumsatz leicht unter Vorjahr in Aussicht gestellt, nun erwartet er einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Die Prognose für den Betriebsgewinn (EBIT) leicht über Vorjahr bleibt unverändert
Für den Rest des Jahres rechnet das Unternehmen mit einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld. In den USA und Europa trübten Inflationssorgen und hohe Treibstoffpreise die Konsumentenstimmung. Gleichzeitig zeige die Absatzflaute in China noch keine Anzeichen einer Erholung.






