In den Ostschweizer Kantonen bleiben die Arbeitslosenzahlen stabil

In der Ostschweiz haben sich im August die Arbeitslosenquoten gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Sie liegen überall deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 3,0 Prozent.

Der Kanton St. Gallen vergleicht die Arbeitslosenzahlen jeweils nicht nur mit dem Vormonat, sondern auch mit dem Vorjahr. Insgesamt betrug die Zahl der bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldeten Stellensuchenden Ende August 11'292 Personen.
Das seien 638 Stellensuchende mehr als vor einem Jahr, teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit am Montag mit. Im Vergleich zum Juli 2026 befanden sich hingegen im August 113 Personen weniger auf der Suche nach einem Job.
Auf die Arbeitslosenquote wirkten sich diese Veränderungen kaum aus. Im Monatsvergleich blieb sie unverändert bei 2,1 Prozent. Vor einem Jahr lag der Wert mit 2,0 Prozent leicht tiefer.
4000 offene Stellen
Ende August waren im Kanton St. Gallen knapp 4000 offene Stellen gemeldet. Das sind rund 760 mehr als vor Jahresfrist. Am stärksten gesucht werden Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen sowie Verkäuferinnen und Verkäufer. Zahlreiche offene Stellen gibt es auch in Handwerksberufen.
29 Betriebe mit 1096 Mitarbeitenden haben sich für Kurzarbeit angemeldet. Das sind acht Unternehmen weniger als im Juli. Am meisten Kurzarbeit wird in der Industrie und im verarbeitenden Gewerbe bewilligt.
Im Kanton Thurgau lag die Arbeitslosenquote im August unverändert bei 2,2 Prozent. Der Arbeitsmarkt in diesem Monat sei durch die Ausbildungsabschlüsse zahlreicher Lernender und Studierender geprägt, informierte das Thurgauer Amt für Wirtschaft und Arbeit.
Bei den unter 25-Jährigen nehme die Arbeitslosigkeit deshalb zu. Erfahrungsgemäss blieben viele junge Erwachsene und Jugendliche aber nur kurz beim RAV registriert und fänden rasch eine Anschlusslösung. Die Entwicklung fällt je nach Branche unterschiedlich aus. Besonders stark habe die Zahl der Arbeitslosen im Gesundheits- und Sozialwesen zugenommen.
Tiefste Arbeitslosenquote in Innerrhoden
Im Kanton Graubünden lag die Arbeitslosenquote im August bei 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat gab es keine Änderung. Die relativ tiefe Arbeitslosigkeit sei wirtschaftlich und saisonal bedingt, teilte der Kanton mit. Wegen der guten Beschäftigungslage im Tourismus und im Baugewerbe verzeichne Graubünden seit Jahren im Juli und August die tiefsten Arbeitslosenzahlen.
Die kleineren Ostschweizer Kantone melden ebenfalls kaum Bewegungen bei der Arbeitslosenquote. In Appenzell Ausserrhoden verharrte der Wert im Monatsvergleich bei 1,6 Prozent. In Appenzell Innerrhoden stieg die Quote von Juli auf August von 0,7 auf 0,8 Prozent an. Das ist aber weiterhin der schweizweit tiefste Wert.






