Primarschule Buchs führt Zweijahresturnus ein

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Werdenberg,

Ab Schuljahr 2026/27 stellt die Primarschule Buchs auf einen Zweijahresturnus um. Klassen, Übergänge und Sprachförderangebote werden altersgerechter gestaltet.

Das Schulhaus Räfis in Buchs (SG).
Das Schulhaus Räfis in Buchs (SG). - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Stadt Buchs SG informiert, stellt die Primarschule Buchs ab dem Schuljahr 2026/27 ihre bisherige Stufenorganisation vom Dreijahres- auf einen Zweijahresturnus um. Künftig werden die Klassen in den Stufen 1. und 2., 3. und 4. sowie 5. und 6. Klasse geführt.

Diese Anpassung orientiert sich stärker an den zweijährigen Entwicklungsabschnitten des Lehrplans Volksschule.

Diese Anpassung der Stufenorganisation bildet die fachlichen Übergänge – etwa beim Beginn von Englisch, ERG (Fachbereich Ethik, Religionen, Gemeinschaft) Französisch sowie Medien & Informatik – klarer und altersgerechter ab.

Der Zweijahresturnus ermöglicht zudem fachlich stärker spezialisierte Unterrichtsteams. Während in der 1. und 2. Klasse der Fokus auf Grundkompetenzen und integriertem DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) liegt, können in der 3. und 4. Klasse gezielt Lehrpersonen mit Qualifikationen im Englischunterricht eingesetzt werden. In der 5. und 6. Klasse bleiben bewährte Strukturen bestehen.

Gestaffelte Umstellung für bessere Lernbedingungen

Die Einführung erfolgt gestaffelt: Die Schuleinheiten Hanfland und Grof wechseln im Sommer 2026, Räfis und Buchserbach im Sommer 2027. Die Schuleinheit Aeuli/Kappeli folgt nach Abschluss der Schulraumerweiterung.

Der gesamte Prozess wird innerhalb von zwei bis drei Jahren abgeschlossen. Dabei wird auf möglichst hohe Kontinuität für Schüler sowie Lehrpersonen geachtet.

Der Zweijahresturnus erleichtert zudem die Personalrekrutierung und ermöglicht eine passgenauere Organisation des DaZ-Unterrichts. Im Zentrum der Umstellung stehen die Kinder: Klar strukturierte Lerninhalte, übersichtliche Übergänge und eine stärkere fachliche Fokussierung der Lehrpersonen schaffen stabile, altersgerechte und förderliche Lernbedingungen.

Ziel ist es, die Unterrichtsqualität weiter zu stärken und allen Kindern nachhaltige Lern- und Entwicklungschancen zu bieten.

Sprachförderklasse ab Sommer 2026

Die Schule Buchs arbeitet integrativ: Kinder mit besonderem Förderbedarf werden grundsätzlich in den Regelklassen unterrichtet und von schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen unterstützt. Ergänzend bestehen auf der Mittel- und Oberstufe drei Kleinklassen für Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Förderbedarf.

Für Kinder mit sehr hohem Förderbedarf stehen kantonale Sonderschulplätze zur Verfügung, deren Anzahl jedoch begrenzt ist. Können solche Plätze nicht angeboten werden, erfolgt die Beschulung an der Schule Buchs mit zusätzlichen Fördermassnahmen.

Auch Sprachheilschulen bieten spezialisierte Förderung, verfügen jedoch ebenfalls nur über begrenzte Kapazitäten. Um Kinder, welche keinen solchen Platz erhalten haben, entsprechend gezielter zu unterstützen, richtet die Schule Buchs ab Sommer 2026 eine Sprachförderklasse ein.

Diese wird von einer Klassenlehrperson, einer Teamteaching-Lehrperson und einer Logopädin geführt. Am Standort Aeuli entsteht damit ein passgenaues Förderangebot, das die Regelschule ergänzt, die Sprachheilschule jedoch nicht ersetzt.

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