Chur: FH Graubünden entwickelt Waldbrand-Simulator

Chur,
Die Fachhochschule Graubünden in Chur arbeitet an einem Modell, das die Ausbreitung von Waldbränden berechnet. Damit sollen künftig Feuerwehren schweizweit geschult werden.

Auch diesen Sommer wüteten und wüten verheerende Waldbrände in verschiedenen Regionen insbesondere Südeuropas.
Zentraleuropa galt lange Zeit als eine Region mit niedrigem Waldbrandrisiko, was sich nun aber durch den Klimawandel verändert hat.
Nicolas Schumacher, Kommandant der Genfer Feuerwehr und Leiter der in Frankreich unterstützenden Westschweizer Feuerwehreinheiten, betont entsprechend in einem Interview mit SRF: «Wir müssen uns vorbereiten, denn ein aussergewöhnlicher Wald- oder Vegetationsbrand in der Schweiz ist leider nur eine Frage der Zeit.»
Feuerwehrleute sollen zukünftig schweizweit mit dem Modell geschult werden
Zu diesen Vorbereitungen kann die FH Graubünden mit ihrem sich in Entwicklung befindenden Waldbrand-Simulator zukünftig einen Beitrag leisten.
Mit dem FHGR-Modell können zukünftig Feuerwehrleute schweizweit geschult werden. Zudem können Kommandanten in ihrer Entscheidungsfindung im Brandfall unterstützt werden.
Ausserdem kann das Modell verwendet werden, um besonders gefährdete Waldteile zu identifizieren, welche im Fall eines Brandes sehr wahrscheinlich brennen werden. Damit können beispielsweise Schutzwälder entlang wichtiger Infrastruktur besonders geschützt werden.
Erster Prototyp arbeitet bereits mit Swisstopo-Daten
Ein erster Prototyp verwendet zurzeit Swisstopo-Daten, mittels welchen eine präzisere Modellierung zur Brandentwicklung ermöglicht wird.
So werden wichtige Faktoren wie Windrichtung, Hangneigung, Bodenbeschaffenheit und Jahreszeit integriert. Elemente wie dynamische Wettermodelle, Funkenflug und Rauchentwicklung (Aerosole) sollen in zukünftigen Weiterentwicklungen eingebunden werden.





