Gemeinde verstärkt Massnahmen gegen Vandalismus

Nach Sachschäden von rund 50'000 Franken am Oberstufenzentrum setzt Flawil nun auf Kameras, Securitas und mehr Hinweise aus der Bevölkerung gegen Vandalismus.

Wie die Gemeinde Flawil schreibt, verursachen Sachbeschädigungen und Schmierereien in Flawil immer wieder hohe Kosten und grossen Aufwand. Gemeinde und Schule haben verschiedene Massnahmen ergriffen. Dennoch bleibt die Aufmerksamkeit der Bevölkerung ein wichtiger Beitrag zur Prävention.
Anfang Juli jährt sich der Vorfall am Oberstufenzentrum (OZ). Damals verwüstete eine Gruppe von Schulabgängern das Schulareal und verursachte einen Sachschaden von rund 50'000 Franken. Mittlerweile wurden in diesem Fall 26 Jugendliche rechtskräftig wegen Sachbeschädigung und/oder Hausfriedensbruchs verurteilt. Gegen die Täter wurden zudem Hausverbote von sechs bis zwölf Monaten ausgesprochen.
Die Vorfälle am OZ sind jedoch nicht die einzigen Fälle von Vandalismus in Flawil. Immer wieder kommt es auf Schularealen und an anderen öffentlichen Orten zu Sachbeschädigungen sowie zu verschmierten Wänden, Tafeln und Plakaten. Solche Vorfälle verursachen nicht nur Kosten, sondern beeinträchtigen auch das Sicherheits- und Wohlbefinden der Bevölkerung.
Wie Fachleute betonen, entstehen solche Vorfälle oft aus Gruppendynamiken. Einzelne Personen können dabei andere zum Mitmachen bewegen, während sich die Verantwortung innerhalb einer Gruppe leichter verteilt. Dadurch sinkt bei manchen Beteiligten die Hemmschwelle.
Schule, Eltern und Behörden ziehen gemeinsam an einem Strang
Die Gemeinde hat bereits verschiedene Massnahmen eingeleitet. Dazu gehören der Einsatz von Kameras sowie Anpassungen beim Sicherheitsdispositiv in Zusammenarbeit mit der Securitas AG und der Kantonspolizei St.Gallen.
Zudem hat die Schule gemeinsam mit den Schülern verschiedene Vorkehrungen getroffen, um einer Wiederholung der Ereignisse vom vergangenen Sommer vorzubeugen.
Auch die Eltern der Oberstufenschüler wurden aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten, damit ihre Kinder nicht in solche Situationen geraten. Gespräche über Gruppendruck und Verantwortung sowie ihr Wissen darum, wo sich ihre Töchter und Söhne aufhalten, wirken präventiv. Zudem wurden sie gebeten, Auffälligkeiten der Schule zu melden.
Gemeinde setzt auf Bevölkerung
Mit rund 20'000 Augen und Ohren verfügt die Gemeinde jedoch über einen weiteren wichtigen Partner im Kampf gegen Sachbeschädigungen und Schmierereien: die Flawiler Bevölkerung. Insbesondere während der Zeit des Schulabschlusses vom 29. Juni bis 4. Juli 2026, aber auch während des restlichen Jahres, bittet die Gemeinde die Bevölkerung um Aufmerksamkeit.
Werden nächtliche Aktivitäten oder Lärmemissionen auf Schulplätzen oder anderen beliebten Treffpunkten wahrgenommen, ist die Bevölkerung gebeten, genauer hinzusehen und hinzuhören. Im Zweifelsfall soll über den Notruf 117 die Kantonspolizei St.Gallen verständigt werden, die eine Kontrolle durchführen kann.
Die Mehrheit der Jugendlichen nutzt die öffentlichen Infrastrukturen der Gemeinde respektvoll und hinterlässt diese sauber und ordentlich. Ziel ist es, Sachbeschädigungen zu reduzieren und der öffentlichen Infrastruktur Sorge zu tragen, damit sie für diese grosse Mehrheit aber auch für alle anderen Nutzer attraktiv, sicher und intakt bleibt.






