Kanton Glarus: 276 Fahrzeuge vor Schulhäusern zu schnell unterwegs

Kantonspolizei Glarus
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Glarus,

Die Kantonspolizei Glarus hat in den ersten Schulwochen rund um Schulhäuser 6279 Fahrzeuge gemessen. 276 waren zu schnell – innerorts bis zu 76 km/h.

Kanton Glarus
Ein Polizei Absperrband markiert eine Sperrzone (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Mit dem Schulbeginn am 10. August 2026 nahmen viele Kinder erstmals selbstständig am Strassenverkehr teil. Sie müssen sich dabei neu und oft ohne Begleitung im Verkehr zurechtfinden. Von den Fahrzeuglenkenden wird deshalb gegenüber Kindergarten- und Primarschulkindern besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme erwartet.

Die Kantonspolizei Glarus führte deshalb während der ersten Schulwochen verstärkte Kontrollen und Präsenz rund um Schulhäuser und Kindergärten in allen drei Gemeinden durch.

6'279 Fahrzeuge gemessen – 276 waren zu schnell

Im Rahmen der kantonsübergreifenden Schwerpunktaktion wurden im Kanton Glarus während 43 Kontrollstunden 6’279 Fahrzeuge gemessen. 276 davon waren zu schnell unterwegs. Während die meisten Fälle im Ordnungsbussenverfahren erledigt werden konnten, musste gegen fünf Personen rapportiert werden.

Die höchsten gemessenen Geschwindigkeiten innerorts betrugen 76 km/h bei erlaubten 50 km/h, 55 km/h bei erlaubten 40 km/h und 52 km/h bei erlaubten 30 km/h.

Während insgesamt 45,5 Stunden war die Kantonspolizei zudem an Schulwegen präsent. Dabei wurden unter anderem Verstösse gegen die Gurtentragpflicht, unlesbare Kontrollschilder, die Verwendung des Mobiltelefons während der Fahrt und Lernfahrten ohne L-Schild festgestellt. Fünf Jugendliche werden wegen Fahrens eines E-Trottis vor Erreichen des erforderlichen Mindestalters verzeigt.

Zwei weitere Verzeigungen betreffen nicht vorschriftsgemässe Mofas.

Die Kantonspolizei Glarus erinnert insbesondere an die Regel «Rad steht – Kind geht». Kinder lernen, die Strasse erst zu überqueren, wenn ein Fahrzeug vollständig angehalten hat. Fahrzeuglenkende sollen deshalb direkt vor dem Fussgängerstreifen vollständig anhalten und auf vorgängige Handzeichen verzichten.

Auch die Eltern können zur Sicherheit beitragen. Die Kantonspolizei empfiehlt, auf Elterntaxis möglichst zu verzichten. Sie führen zu zusätzlichem Verkehr vor den Schulhäusern und können insbesondere auf Trottoirs und bei Parkiermanövern zu gefährlichen Situationen führen.

Kinder sollen ihren Schulweg selbstständig erleben und dabei lernen, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Wird ausnahmsweise das Auto benutzt, ist für jedes Kind ein geeigneter Kindersitz zu verwenden.

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