St. Gallen

    Gossau SG: 37-Jähriger nach versuchtem Telefonbetrug festgenommen

    Kantonspolizei St. Gallen
    Kantonspolizei St. Gallen

    Gossau,

    In Gossau SG sollte eine 85-Jährige am Dienstag Bargeld abheben und deponieren. Einen Tag später nahm die Kantonspolizei einen 37-jährigen Geldabholer fest.

    Gossau SG
    37-Jähriger nach versuchtem Telefonbetrug festgenommen (Symbolbild) - Kantonspolizei St. Gallen

    Am Dienstagabend hat die Kantonspolizei St. Gallen die Meldung erhalten, dass eine 85-jährige Frau von einem Telefonbetrüger kontaktiert worden sei. Die Kantonspolizei St. Gallen nahm umgehend Ermittlungen auf. Einen Tag später konnte ein Mann festgenommen werden.

    Er wird beschuldigt, als Geldabholer am Telefonbetrug beteiligt gewesen zu sein. Ein finanzieller Schaden konnte verhindert werden.

    Eine 85-jährige Frau wurde am Dienstag von einer unbekannten Täterschaft telefonisch kontaktiert. Die anrufende Person gab sich als Bankmitarbeiter aus und forderte die Frau auf, Bargeld abzuheben. Dieses sollte sie zu einem späteren Zeitpunkt an einem noch zu vereinbarenden Ort deponieren.

    Da der 85-Jährigen der Anruf verdächtig vorkam, tauschte sie sich mit einem Nachbarn aus. Dieser unterstützte sie dabei, die Polizei zu informieren.

    Nach dem Meldungseingang nahm die Kantonspolizei St. Gallen umgehend die Ermittlungen auf. Am Mittwoch konnte im Bereich der Neuchlenstrasse ein Mann bei der vereinbarten Bargeldübergabe festgestellt werden. Als der Mann die Patrouillen bemerkte, ergriff er die Flucht.

    Kurze Zeit später konnte der Mann an der St. Gallerstrasse angehalten und festgenommen werden. Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 37-jährigen Ukrainer. Er wird beschuldigt, als Geldabholer am versuchten Telefonbetrug beteiligt gewesen zu sein.

    Im Einsatz standen mehrere Patrouillen sowie Fachspezialistinnen und Fachspezialisten der Kantonspolizei St. Gallen. Ein finanzieller Schaden für die 85-Jährige konnte verhindert werden. Die Kantonspolizei St. Gallen führt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen die weiteren Ermittlungen.

    Dabei wird unter anderem abgeklärt, ob der Festgenommene mit weiteren Delikten in Verbindung steht.

    Auch nach einer Übergabe: Unbedingt melden

    Wer von einem solchen Betrug betroffen ist oder bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat, soll sich so rasch wie möglich bei der Polizei melden. Auch nach einer erfolgten Übergabe kann eine Meldung wichtige Ermittlungsansätze liefern. Besteht weiterhin Kontakt zur Täterschaft, soll umgehend die Notrufnummer 117 gewählt werden.

    Telefonbetrug – Ratgeber der Kantonspolizei St. Gallen

    Bei Telefonbetrugsfällen geben sich Betrügerinnen und Betrüger unter anderem als Mitarbeitende von Banken, der Polizei, Staatsanwaltschaften oder anderen Behörden aus. Sie versuchen, die angerufenen Personen unter Druck zu setzen und dazu zu bringen, Geld oder andere Vermögenswerte zu übergeben. Häufig wird zudem verlangt, dass mit niemandem über den Anruf oder die Forderungen gesprochen wird.

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