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    Neuhausen am Rheinfall plant 2027 mit kleinem Überschuss

    Gemeinde Neuhausen am Rheinfall
    Gemeinde Neuhausen am Rheinfall

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    Neuhausen am Rheinfall budgetiert 2027 einen Ertragsüberschuss von 198’689 Franken. Der Steuerfuss für natürliche Personen bleibt bei 78 Prozent unverändert.

    Budget (Symbolbild). - pexels

    Der Gemeinderat Neuhausen am Rheinfall legt für 2027 ein ausgeglichenes Budget vor. Der Steuerfuss für natürliche Personen bleibt dank des Steuerrabatts von zehn Prozentpunkten unverändert bei 78 Prozent.

    Gleichzeitig zeichnet sich bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen eine Trendwende ab. Dank der in den vergangenen Jahren gebildeten finanzpolitischen Reserven kann diese Entwicklung vorerst aufgefangen werden.

    Das Budget 2027 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 198'689 Franken ab. Der Gesamtaufwand beträgt rund 87,1 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahresbudget steigen die Ausgaben insgesamt um rund ein Prozent. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf rund 8,2 Mio. Franken.

    Der Steuerfuss für natürliche Personen bleibt bei 78 Prozent. Er setzt sich aus dem ordentlichen Steuerfuss von 88 Prozent und einem Steuerrabatt von zehn Prozentpunkten zusammen. Der Steuerfuss für juristische Personen beträgt unverändert 93 Prozent. Damit weist Neuhausen am Rheinfall weiterhin ein attraktives Steuerniveau auf.

    Steuereinnahmen der Unternehmen gehen zurück

    Nach den ausserordentlich hohen Steuererträgen der juristischen Personen in den vergangenen Jahren ist ab 2027 mit tieferen Einnahmen zu rechnen. Das Auslaufen von Übergangsbestimmungen im Zusammenhang mit der internationalen Mindestbesteuerung (OECD) sowie veränderte steuerliche Rahmenbedingungen in den USA führen dazu, dass die Entwicklung der Unternehmenssteuern mit deutlich grösseren Unsicherheiten verbunden ist.

    Die Gemeinde hat in den finanzstarken Jahren gezielt finanzpolitische Reserven aufgebaut, um Schwankungen bei den Steuereinnahmen auszugleichen. Im Budget 2027 werden davon 2,7 Mio. Franken aufgelöst. Dadurch können die rückläufigen Steuererträge vorerst aufgefangen und der Steuerfuss für die natürlichen Personen unverändert belassen werden.

    Gebundene Ausgaben steigen weiter

    Auf der Ausgabenseite verteilen sich die Mehrkosten auf verschiedene Aufgabenbereiche. Besonders ins Gewicht fallen die höheren Beiträge an den Finanzausgleich von rund 1,1 Mio. Franken, Mehrkosten von rund 0,4 Mio. Franken bei der Restkostenfinanzierung sowie rund 0,3 Mio. Franken bei der Sozialhilfe.

    Für die Mitarbeitenden der Gemeinde ist eine Erhöhung der beeinflussbaren Lohnsumme um insgesamt ein Prozent vorgesehen. Zusätzlich stehen 20'000 Franken für individuelle Lohnmassnahmen zur Verfügung.

    Investitionen 2027 weiterhin auf hohem Niveau

    Für das kommende Jahr sind Nettoinvestitionen von rund 8,2 Mio. Franken vorgesehen. Zu den grössten Vorhaben gehören Investitionen in die Schulliegenschaften sowie in die Wasserversorgung.

    Die Infrastrukturen der Gemeinde befinden sich insgesamt in einem sehr guten Zustand. Gleichzeitig zeichnet sich bereits ab, dass das Investitionsvolumen in den folgenden Jahren deutlich zunehmen wird.

    Finanzplan: finanzieller Spielraum wird enger

    Der Finanzplan 2028–2030 zeigt eine anspruchsvollere Entwicklung. Bei den Steuern der juristischen Personen wird vorläufig von konstanten Einnahmen auf tieferem Niveau ausgegangen, die Unsicherheiten bleiben jedoch gross.

    Gleichzeitig führen kantonale Steuerentlastungen bei den natürlichen Personen ab 2029 zu zusätzlichen Mindereinnahmen. Die finanzpolitischen Reserven ermöglichen es, tiefere Einnahmen während der Planperiode noch weitgehend aufzufangen.

    Gleichzeitig steht Neuhausen am Rheinfall vor einer ausserordentlich investitionsintensiven Phase. Für die Jahre 2028 bis 2030 sind Nettoinvestitionen von insgesamt über 75 Mio. Franken vorgesehen.

    Zu den grössten Vorhaben gehören die Erweiterung und Erneuerung des Schulraums, die Entwicklung des Kirchacker-Gevierts sowie die flankierenden Massnahmen zur Aufwertung des Strassenraums.

    Die hohen Investitionen können nicht vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Entsprechend nimmt die Verschuldung gemäss Finanzplan wieder deutlich zu. Die langfristigen Darlehensschulden steigen von 16 Mio. Franken im Budgetjahr 2027 auf voraussichtlich 64 Mio. Franken im Jahr 2030.

    Der Gemeinderat wird deshalb die beeinflussbaren Ausgaben weiterhin konsequent priorisieren und steuern. Mittelfristig werden jedoch strukturelle Massnahmen sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Ausgabenseite erforderlich sein.

    Ziel bleibt es, den Finanzhaushalt nachhaltig im Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig den notwendigen Handlungsspielraum für die weitere Entwicklung von Neuhausen am Rheinfall zu sichern.

    Das vom Gemeinderat verabschiedete Budget wird am 5. November 2026 im Einwohnerrat beraten.

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