St. Gallen

    Kanton St. Gallen: Rund 600 Einbrüche in der dunklen Jahreszeit

    Kantonspolizei St. Gallen
    Kantonspolizei St. Gallen

    Stadt St. Gallen,

    Im Kanton St. Gallen zählte die Polizei zwischen Ende Oktober 2025 und Anfang März 2026 rund 600 Dämmerungseinbrüche. Nun verstärkt sie ihre Patrouillen.

    Kanton St. Gallen
    Signalisation eines Polizeieinsatzes bei Nacht (Symbolbild) - Nau.ch / Nico Leuthold

    Zwischen Ende Oktober und Anfang März steigt das Risiko von Dämmerungseinbrüchen. Einbrecher nutzen den Schutz der langanhaltenden Dunkelheit, um in Wohnungen und Häuser einzubrechen.

    Die Kantonspolizei St. Gallen verzeichnete zwischen Ende Oktober 2025 und Anfang März 2026 rund 600 Einbrüche, welche dem Phänomen der Dämmerungseinbrüche zugeordnet werden können. In der vergleichbaren Periode 2024/2025 waren es in etwa gleich viele. Gestohlen werden in erster Linie Wertsachen wie Schmuck, Bargeld oder Uhren.

    Knapp 30 Prozent der Einbruchdiebstähle klärt die Polizei auf.

    Ein Grossteil der Einbrüche findet entlang der Hauptverkehrsachsen statt. Der nördliche Kantonsteil ist aufgrund seiner Siedlungsdichte und Urbanität stärker betroffen als der südliche. Zudem wird öfters in Mehr- als in Einfamilienhäuser eingebrochen. Diese bieten mehr Anonymität.

    Gezielte Kontrollen und Prävention

    Die Kantonspolizei St. Gallen verstärkt zwischen Ende Oktober und Anfang März ihre Patrouillentätigkeit. Zudem führt sie gezielt Kontrollen entlang der Hauptverkehrsachsen und neuralgischen Punkten durch. Rund 950 solcher Kontrollen erfolgten zwischen Ende Oktober 2025 und Anfang März 2026 durch.

    40 Personen nahm die Kantonspolizei nach Einbrüchen fest.

    Gleichzeitig spielt aus Sicht der Kantonspolizei auch die Prävention eine wesentliche Rolle. Deshalb lanciert sie auch in diesem Jahr wieder eine Präventionskampagne auf ihren Social Media-Kanälen.

    Das eigene Zuhause schützen

    Aber auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Einbruchsprävention leisten: Mit gezielten Schutzmassnahmen und erhöhter Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko eines Einbruchs reduzieren.

    Grundsätzlich gilt: Je höher der Aufwand für einen Einbrecher ist, um in eine Wohnung oder ein Haus zu gelangen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs.

    Dabei gibt es Massnahmen, die einfach umzusetzen sind:

    Eigens Haus beleuchten, allenfalls Bewegungsmelder installierenBei Ferienabwesenheit dafür sorgen, dass der Briefkasten geleert wirdBei Abwesenheit: Schnee in Einfahrt wegräumen lassenImmer sämtliche Fenster und Türen verschliessenRollläden nicht hinunterlassenKeinen Schlüssel in der Umgebung deponieren

    Gartenleiter anketten, Werkzeug einschliessenWertgegenstände in einem verankerten Tresor aufbewahrenUnbekannte Personen in einem Quartier ansprechenVerdächte Feststellungen der Polizei melden

    Aufwändiger und teurer sind bauliche Massnahmen, welche das eigene Zuhause effizient schützen:

    Türen mit MehrpunktverriegelungenFenster mit umlaufenden SicherheitsbeschlägenAbschliessbare FenstergriffeMassiv verschraubte LichtschachtgitterVideoüberwachungBewegungsmelder

    Die Liste ist nicht abschliessend. Wichtig ist, dass Produkte verwendet werden, welche mindestens die Resistenzklasse 2 aufweisen, genormt und geprüft sind. Falls bei jemandem trotzdem eingebrochen wird, gilt: Nichts anfassen, das Haus verlassen, die Polizei verständigen und wenn nötig Schutz bei Nachbarn suchen.

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