St.Gallen: Die HSG setzt auf Qualität statt Wachstum

Am Morgenstamm der FDP in St. Gallen erklärte HSG-Verwaltungsdirektor Cornel Loser, warum die Universität die Zahl der Studierenden bei 9500 deckeln will.

Am Morgenstamm der FDP Stadt St.Gallen vom 6. Oktober gab Cornel Loser, Verwaltungsdirektor der Universität St. Gallen (HSG), Einblick in die strategische Ausrichtung der Universität. Im Zentrum stand die Frage, wie die HSG mit steigenden Studierendenzahlen, hohen Qualitätsansprüchen und den Sparvorgaben von Kanton und Bund umgeht.
Zum Oktober-Morgenstamm lud die FDP Stadt St.Gallen erneut in die DenkBar ein. Cornel Loser zeigte den interessierten Teilnehmenden zunächst auf, welche Bedeutung die HSG für Stadt und Region hat: Sie zählt zu den zehn grössten Arbeitgebern im Kanton und trägt 313 Millionen Franken zur kantonalen Wertschöpfung bei. Dabei ist die HSG nicht nur durch öffentliche Gelder finanziert, sondern hat einen hohen Drittmittelfinanzierungsgrad.
Wachstum an der Grenze
Seit 2014 ist die Zahl der Studierenden von 8'020 auf 9'992 gestiegen. Gleichzeitig soll die Qualität hoch bleiben, während Kanton und Bund sparen. Alle drei Ziele zugleich zu erreichen, sei nicht möglich, so Loser.
Die HSG hat deshalb einen Zielwert von 9'500 Studierenden eingeführt. Der freie Zugang zum Assessmentjahr mit einer Schweizer Maturität bleibt gewährleistet.
Talente und Gründende fördern
Statt auf Masse setzt die HSG auf gezielte Förderung: Mit «HSG-Best Talents» will sie herausragende Studierende aus der Schweiz und Europa gewinnen, mit «HSG-Best Founders» Gründungsideen bis zum Spin-off begleiten. Mit 845 Start-ups von Absolventinnen und Absolventen zwischen 2014 und 2024 liegt die HSG im DACH-Raum auf Platz drei.
Neue Räume für Zusammenarbeit
Zum Schluss gab Loser einen Ausblick auf neue Projekte in St.Gallen: Der neue Campus Platztor soll künftig Studierende, Faculty und Stakeholder zusammenbringen. Das HSG-ETH-Studierendenprojekt-Haus fördert zudem die Zusammenarbeit über die Hochschulen hinweg.








