Haushilfedienst betreut über 230 Klientinnen und Klienten

Am Morgenstamm der FDP Stadt St. Gallen vom 3. November 2026 stellte Ruth Keller-Gätzi den Haushilfe- und Entlastungsdienst der Frauenzentrale vor.

Am Morgenstamm der FDP Stadt St. Gallen vom 3. November stellte Ruth Keller-Gätzi, Stellenleiterin, den Haushilfe- und Entlastungsdienst (HED) der Frauenzentrale St. Gallen vor. Sie zeigte die Angebote des HED und deren wachsende Bedeutung für Menschen mit psychischen, kognitiven oder körperlichen Einschränkungen auf.
Zum November-Morgenstamm lud die FDP Stadt St. Gallen erneut in die DenkBar ein. Der HED unterstützt heute in der Stadt St. Gallen über 230 Klientinnen und Klienten bis zum AHV-Alter. Was vor über 40 Jahren als «Haushaltsanleiterinnendienst» begann, hat sich zu einer professionellen Organisation mit rund 30 Mitarbeitenden entwickelt.
Im Mittelpunkt steht die Begleitung von Menschen, die im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind, aber möglichst lange selbstständig in ihrem gewohnten Umfeld leben möchten.
Wachsende Herausforderungen
Die Herausforderungen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Viele Klientinnen und Klienten leiden an psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Traumafolgestörungen oder Suchterkrankungen und sind verbeiständet. Hinzu kommen Menschen mit kognitiven Einschränkungen, körperlichen Erkrankungen oder belastenden Familiensituationen.
Der HED bietet ihnen praktische Unterstützung im Haushalt, Sozialbegleitung und begleitetes Wohnen sowie Entlastung für Angehörige.

Vertrauen durch feste Bezugspersonen
Ein besonderes Merkmal des Angebots ist das Bezugspersonenmodell. Durch die kontinuierliche Begleitung entstehen Vertrauen und Stabilität. Die Mitarbeitenden unterstützen nicht nur bei alltäglichen Aufgaben, sondern fördern auch Eigenständigkeit, soziale Teilhabe und eine möglichst selbstbestimmte Lebensführung.
«Es geht darum, Menschen dort zu unterstützen, wo sie Hilfe benötigen, und ihnen gleichzeitig so viel Selbstständigkeit wie möglich zu erhalten. Eine verlässliche Bezugsperson und eine kontinuierliche Begleitung können dabei entscheidend sein», führte Ruth Keller-Gätzi aus.
Wichtige Ergänzung zu Pflege und Betreuung
Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass ambulante Unterstützungsangebote wie jene des HED eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Pflege- und Betreuungsstrukturen darstellen. Sie ermöglichen es Menschen, länger in den eigenen vier Wänden zu leben, und reduzieren oder verzögern kostspielige stationäre Aufenthalte. Gleichzeitig werden Angehörige entlastet und bestehende Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen sinnvoll ergänzt.
Die Zuhörenden waren beeindruckt von der geleisteten, für die Mitarbeitenden oft sehr belastenden Arbeit. Die anschliessende Diskussion zeigte, dass die Bedeutung solcher Angebote angesichts der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Zahl psychischer Erkrankungen und Suchterkrankungen weiter wachsen wird. Der HED schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen trotz gesundheitlicher und persönlicher Einschränkungen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können – und leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zu einer menschlichen und nachhaltigen Versorgung in der Stadt St. Gallen.
Nächster Morgenstamm
Der nächste Morgenstamm der FDP findet am Dienstag, 1. Dezember, um 09.30 Uhr wiederum in der DenkBar statt. Zu Gast ist Daniel Kehl, Rektor des GBS St. Gallen, zum Thema «Die Schweizer Berufsbildung – eine internationale Einordnung, Herausforderungen und Chancen». Er gibt Einblick in das Schweizer Berufsbildungssystem und zeigt auf, wie es sich den veränderten Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft stellt.
Die FDP Stadt St. Gallen freut sich auf zahlreiche Teilnehmende und lädt alle Gäste zu Kaffee und Gipfeli ein.






