Unternehmensleiter Marco Letta verlässt Stadtwerke

Marco Letta tritt Mitte 2026 nach neun Jahren als Leiter der St.Galler Stadtwerke zurück. Unter ihm wurden Fernwärme, Digitalisierung und Smart Meter ausgebaut.

Wie die Stadt St.Gallen bekannt gibt, hat sich Marco Letta entschieden, die St.Galler Stadtwerke zur Jahresmitte 2026 zu verlassen. Er stand dem Unternehmen während neun Jahren vor.
In den vergangenen neun Jahren haben sich die St.Galler Stadtwerke unter der Leitung von Marco Letta tiefgreifend verändert. Das Aufgabenspektrum bei der Umsetzung des Energiekonzepts 2050 der Stadt St.Gallen zeigt eine erhöhte Dynamik.
Der ökologische Umbau der Energieversorgung, insbesondere der konsequente Ausbau der Fernwärmeversorgung, die umfassende Verstärkung und Modernisierung des Stromnetzes, der stärkere Fokus auf Digitalisierung und Automatisierung, die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie der Smart Meter Rollout schreiten planmässig voran.
«Virtuelles Kraftwerk» als Vermächtnis
Parallel dazu haben sich die Rahmenbedingungen für Energieversorgungsunternehmen aufgrund neuer nationaler und kantonaler Gesetzgebungen stark verändert. Die St.Galler Stadtwerke haben diese Entwicklungen aktiv aufgenommen und ihre strategische Ausrichtung laufend weiterentwickelt.
Ein zentrales Vermächtnis des scheidenden Unternehmensleiters ist die Entwicklung der Vision des «Virtuellen Kraftwerks St.Gallen», dessen Umsetzung aktuell im QuartierLab Russen/Hof in vollem Gange ist.
Es steht sinnbildlich für eine moderne, vernetzte und flexible Energieversorgung, welche die lokale Produktion, Speicher, Netze und Verbrauch intelligent miteinander verbindet.
Geplanter Führungswechsel
Der Zeitpunkt des Führungswechsels ist bewusst gewählt. In den kommenden Jahren geht es darum, die erarbeiteten Strategien umzusetzen. Dazu gehört auch eine geeignete Organisationsform, weshalb die Rechtsformänderungsvorlage erarbeitet worden ist. Diese Aufgabe soll auf Wunsch von Marco Letta eine neue Unternehmensleitung verantworten.
Marco Letta nimmt künftig Verwaltungsratsmandate auf privater Basis wahr und stellt sein Wissen und seine Expertise weiterhin der Energiebranche und anderen Industriezweigen zur Verfügung.






