Ertragsüberschuss 2025 sichert Handlungsspielraum

Gemeinde Andwil
Gemeinde Andwil

Weinfelden,

Die Gemeinde Andwil schliesst 2025 mit 373’041 Franken Ertragsüberschuss ab. Für kommende Investitionen beantragt der Gemeinderat eine Steuerfusserhöhung.

finanzen vorsorge schweizer franken
Guten Finanzen sind nötig: Vorsorge ist teuer. Hier zu sehen: Geldscheine (Symbolbild) - Keystone

Wie die Gemeinde Andwil berichtet, schliesst die Erfolgsrechnung 2025 des Gemeindehaushaltes mit einem Ertragsüberschuss von 373’041,32 Franken um 1’409’141,32 Franken besser als budgetiert ab.

Zum erfreulichen Rechnungsergebnis haben das Schulergebnis, der Steuerabschluss und weitere Kontogruppen beigetragen. Auch die Nettoinvestitionen lagen erheblich unter den budgetierten Werten. Die Gemeinde Andwil hat aktuell keine Nettoverschuldung.

Gemeinde steht vor grossen Investitionen

Die Politische Gemeinde Andwil verfügt per Ende 2025 über eine solide finanzielle Basis. Die Bilanz weist damit ein Eigenkapital von rund 9,2 Millionen Franken aus.

Das Jahr 2025 schloss wie bereits erwähnt mit einem Ertragsüberschuss ab. Trotz dieser stabilen Ausgangslage zeigen der Finanzplan 2027 bis 2030 und der Investitionsplan deutlich: In den kommenden Jahren stehen hohe Ausgaben an, welche die Gemeindefinanzen stark belasten werden.

Ohne Gegenmassnahmen würde das Eigenkapital von heute rund 9,2 Millionen Franken bis 2030 auf rund 5,4 Millionen Franken sinken.

Was bedeutet das Eigenkapital der Gemeinde

Die Gemeinde verfügt per Ende 2025 über ein Eigenkapital von rund 9,2 Millionen Franken. Dieser Betrag wirkt auf den ersten Blick hoch. Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass es sich dabei nicht um frei verfügbares Geld handelt.

Lediglich 2,8 Millionen Franken (23 Prozent) dieses Betrags sind flüssige Mittel beziehungsweise kurzfristige Geldanlagen. Ein grosser Teil dieses Eigenkapitals steckt in bestehenden Infrastrukturen wie Strassen, Gebäuden oder technischen Anlagen.

Diese Werte sind langfristig gebunden und können nicht einfach zur Finanzierung neuer Projekte eingesetzt werden. Man kann das mit einem Eigenheim vergleichen: Wer ein Haus besitzt, verfügt vielleicht über ein Vermögen von einer Million Franken.

Dieses Vermögen steckt jedoch im Gebäude – es liegt nicht als Bargeld auf dem Konto. Wenn eine grössere Renovation ansteht, braucht es trotzdem laufende Einnahmen oder zusätzliche Mittel in Form von Fremdkapital.

Weshalb eine Steuerfusserhöhung nötig ist

Der Gemeinderat beantragt an der Bürgerversammlung vom 30. März 2026 eine Steuerfusserhöhung von fünf Prozent.

Um die anstehenden Investitionen verantwortungsvoll zu finanzieren und eine übermässige Verschuldung zu vermeiden, beantragt der Gemeinderat die Erhöhung von 113 auf 118 Prozent. Diese Erhöhung um fünf Prozentpunkte erfolgt mit Weitblick und Verantwortungsbewusstsein.

Sie soll sicherstellen, dass die Gemeinde Andwil auch in Zukunft finanziell stabil bleibt, ihr solides Eigenkapital nicht übermässig abbauen muss und die Verschuldung in einem gesunden Rahmen gehalten werden kann.

Steueranpassung sichert Handlungsfähigkeit

Mit dieser Anpassung wird es möglich, einen wesentlichen Teil der bevorstehenden Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Dadurch bleibt die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde langfristig erhalten.

Die beantragte Erhöhung ist bewusst massvoll gewählt und stellt – im Verhältnis zu den anstehenden Aufgaben – aus Sicht des Gemeinderats eine tragbare Lösung dar. Ohne diese Anpassung müsste die Gemeinde entweder zusätzliche Schulden aufnehmen oder wichtige Projekte aufschieben.

Mit der vorgeschlagenen Erhöhung schafft der Gemeinderat eine stabile und finanziell nachhaltige Grundlage, damit Andwil auch künftig eine attraktive und gut funktionierende Gemeinde für alle Einwohnerinnen und Einwohner bleibt.

Mehr aus Thurgau

Baustelle Signal Strassenarbeiten Sperre
Weinfelden
HC Thurgau
Eishockey
-
15 Interaktionen
«Frustriert»

Mehr aus Ost

de
1 Interaktionen
Erfolgreich operiert
windows 11 update wlan
1 Interaktionen
Graubünden